Vokabeln Brauner Hasspredigt

Medien im Spiegel

Vokabeln geeignet zur Auseinandersetzung
im Geschichts- & Deutschunterricht?

DER ANLASS: Voller Inbrunst und gestenreich beschwört ein ehemaliger hessischer Lehrer Namens Höcke seit einiger Zeit öffentlich die „tausendjährige Zukunft“. Seine Gegner nennt er „Volksverderber“. Als Kämpfer für Gerechtigkeit sei er die „Tat-Elite“.

FÄLLT DEM HÖRER ETWAS AUF? Wohl nur dem, der sich mit Geschichte bewusst auseinandergesetzt hat. Für Denjenigen verdunkelt sich der Himmel über dem Land. Für den Rest klingt Höckes demagogische Munition wie Honig in den Ohren. Bei ihnen findet Höcke Wohlgefallen.

VOKABELN DIESER MUNITION hat Andreas Kemper für das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung analysiert und ganz berechtigt historisch in einen Zusammenhang gestellt. Siehe den unten verlinkten Beitrag.

EIN FALL FÜR LEHRER? Vielleicht wäre es geeignet und gerade wichtig zur demokratischen Aufklärung und Erziehung, wenn Lehrer ganz bewusst diese Vokabeln im Geschichts- und Deutschunterricht verstärkt einer Bewertung unterziehen, sie im sozialen Kontext diskutieren und mögliche Folgen abzuschätzen.

HÖCKE MANIFESTIERT Zugehörigkeit der „PegNPAFD & Co.“ zur rechtsextremen – ich meine sogar – der rechtsradikalen Szene allein mit seinem gefährlichem, demagogischem Vokabular.

VULGÄRE, die Gesellschaft zerstörende Manipulation und neonazistische Propaganda – ohne Zweifel!

Die Vokabeln Brauner Hasspredigt aus NS-Zeiten sind keine Zufallsprodukte.

IM BESTEN GOEBBELS-STIL verwendet er wieder und wieder, ganz offen und ungestraft Begriffe, deren Kernmerkmale einer faschistischen, entmenschlichten Geisteshaltung entspringen.

UND EIN TEIL DES VOLKES empfindet es als Aufstand gegen „die da Oben“. WAS FÜR EIN IRRGLAUBE! Es ist ein Wesensmerkmal des Kriege führenden und kollabierenden Totalimperialismus, den Faschismus und Ultranationalismus zu tolerieren, im Hintergrund zu fördern und als Marionette einzusetzen, um seine Macht zu sichern.

WER ZAHLT DIE ZECHE? Faschismus wendet sich immer gegen den friedliebenden und humanistischen Teil der Massen. Für Faschismus wird aber immer das eigene, das gesamte Volk bezahlen.

BELEGE über eine ganz gezielte und bewusste Auswahl der „Höcke-Vokabeln Goebbelscher Natur“ liefert u.a. das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung e.V. mit folgender, sachlicher Analyse von Andreas Kemper (Soziologe und Mitarbeiter im AK Rechts des DISS).

GNADE UNS GOTT, wenn die Braunen Visionen mit Macht untermauert werden, dann diese Visionen in Form der Worte zuerst in neue Nürnberger Gesetze und dann im flammenden Inferno münden.

SIE (Höcke & Co.) sind eine NEOFASCHISTISCHE NATIVE.
Sie sind ein ABBILD ihrer Vorgänger vor über 80 Jahren.

BEI DER BEHANDLUNG der Frage, ob faschistische Ideologie verbreitet wird, geht es letztlich nur noch um das Maß an dringend nötigen Reaktionen auf die Tatsache, DASS allerschlimmste, die Gesellschaft zerstörende Volksverhetzung betrieben wird. JA – das ist eine für die Gesellschaft existenzielle Frage an das Rechtssystem und die Gerichtsbarkeit.

ES IST aber auch eine aktuelle Frage und Herausforderung an alle Erzieher der jungen Generation. Wenn Kinder und Jugendliche begreifen, was war, werden sie Gegenwart und Zukunft besser begreifen. Sie werden Höcke und Co. weniger denn je auf den Leim gehen. Und – sie werden darin eine demokratische Herausforderung sehen, diesen Leuten jederzeit an jedem Ort zu begegnen im Sinne von Humanismus und globaler Gerechtigkeit.

Hier zum Artikel des DISS über Vokabeln Brauner Hasspredigt:

„Zur NS-Rhetorik des AfD-Politikers Björn Höcke“

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Screenshot Portal Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung

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