Neujahresgrüße des Vorstands

Liebe Mit­glieder, Mit­stre­it­er, Unter­stützer unseres Bünd­nis gegen Rechts,

das alte Jahr 2015 mit all seinen Prob­le­men haben wir hin­ter uns gebracht. Auch das Jahr 2016 wird uns vor große Her­aus­forderun­gen stellen.

Ein Abreißen des Flüchtlingsstroms ist nicht abse­hbar. Recht­sex­treme Schrei­hälse u.a. aus AfD, NPD, Pegi­da & Co., aber auch Förder­er neuer Jung-Neon­azi-Bewe­gun­gen wer­den 2016 wieder die Angst der Men­schen schüren, indem sie u.a. Flüchtlinge als Ursachen gesellschaftlich­er Prob­leme darstellen. In ihrem braunen Wahn wer­den sie wieder vom Unter­gang des Christlichen Abend­lan­des reden. Sie wer­den damit weit­er von wirk­lichen Ursachen der Flüchtlingskrise und sozialer Prob­leme ablenken.

Auch in diesem Jahr müssen wir ver­suchen, ein­er aggres­siv­en, auf­streben­den, nation­al­sozial­is­tis­chen Hydra Ein­halt zu gebi­eten. Aufk­lärung, Sach­spenden und Hil­fen bei der Migra­tion von Asyl­suchen­den wer­den wieder zu unseren Auf­gaben gehören.

Die alte Rechte und zugle­ich Kräfte der Neu-Recht­en — die Kräfte, die mit­tels neuer For­men ihrer Organ­i­sa­tion eine ide­ol­o­gis­che und strate­gis­che Mod­ernisierung des recht­en Lagers anstreben - spal­ten zunehmend die Gesellschaft.

Sie stil­isieren sich als Beschützer des Christlichen Glaubens und ken­nen nicht das Heilige Buch der Chris­ten. Sie schüren Feindlichkeit gegen den Islam und ken­nen nicht diesen Glauben. Sie het­zen gegen Kriegs­flüchtlinge und ken­nen ihre Lei­den nicht. Sie out­en sich als Ras­sis­ten und vergessen die lei­d­volle Geschichte der Massen­ver­nich­tung. Sie schüren gegen Arme der Welt und ken­nen ihre Verzwei­flung nicht. Sie ver­bre­it­en dem­a­gogisch ihre men­schen­ver­ach­t­ende Pro­pa­gan­da und miss­brauchen dazu natür­liche Äng­ste der Men­schen. Sie brin­gen ihre Bauern in Stel­lung und sind doch selb­st nur Bauern in einem schmutzi­gen Macht­spiel.

Sie — vul­gäre Nation­al­is­ten und Neo-Faschis­ten der offe­nen, aber auch verdeckt agieren­den recht­en Szene — dür­fen nicht weit­er in der Gesellschaft Fuß fassen. Sie sind zu ent­lar­ven. Viele Äng­ste gegenüber den Flüchtlin­gen sind unbe­grün­det und resul­tieren aus volksver­het­zen­den Falschdarstel­lun­gen oder unzuläs­si­gen Ver­all­ge­meinerun­gen. Wir kön­nen die Deutschen nur auf­fordern, ihre Herzen zu öff­nen. 

Es ist keine Frage der Reli­gion, fun­da­men­tale Men­schlichkeit und Näch­sten­liebe wal­ten zu lassen.

Es ist eine Frage unser­er Exis­tenz, eine Frage des Teilens, des Geben und Nehmens, des Fordern und Förderns, eine Frage des voneinan­der Ler­nens und der Teil­habe Aller an den Ressourcen sowie friedlichen Mech­a­nis­men in unserem Land, in Europa und der Welt.

Da ein Vere­in immer von Mit­gliedern und dem Engage­ment sein­er Mit­glieder lebt, wür­den wir uns im Jahr 2016 auf viele Neu­mit­glieder aus allen Alters­grup­pen, aus allen gesellschaftlichen Schicht­en freuen. Gemein­sam wer­den wir mehr erre­ichen.

Uns eint das Wis­sen um die Gefahren von Recht­sradikalis­mus und unser Wun­sch nach Respekt vor­einan­der, gesellschaftlich­er Vielfalt, Plu­ral­is­mus, Human­is­mus und Frieden.

Wegschauen und der Gedanke “es wird schon nicht so schlimm” führen in eine Sack­gasse. Die Geschichte hat uns bere­its gezeigt, was ver­heerend daraus resul­tieren kann. Wahlen ste­hen bevor. “Die braunen Geis­ter, die man rief, wird man nicht mehr los” — wenn wir und alle Kräfte der Men­schlichkeit und des Friedens nicht gemein­sam dafür sor­gen. 

Wir wün­schen ihnen und ihreren Fam­i­lien ein erfol­gre­ich­es und friedlich­es Jahr 2016.

Der Vor­stand von Bünd­nis gegen Rechts — Wer­ratal e.V.

M. Klotzbach
S. Trem­per
T. Heger
L. Lud­wig

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