Bitteres Leid im Vergessen?

MEDIEN IM SPIEGEL (Gast­beitrag)

GENAUSO WAR ES … 

… auch bei meinem Vater. Er, seine 4 Geschwis­ter und meine Großel­tern waren eben Schle­si­er aus dem Gebi­et östlich der Neiße — als sie 1945 ihre Heimat ver­lassen mussten. Großel­tern waren Kirch­bauern — die Vor­fahren der Fam­i­lie nach­weis­lich seit dem 12. Jahrhun­dert am gle­ichen Hof im Ort ansäs­sig. Ihr gesamtes Hab und Gut mussten sie zurück­lassen. Die Groß­mut­ter starb wegen der Unbilden. Die Über­leben­den waren froh, als sie ein Dach über dem Kopf fan­den — in ein­er Gegend, in der in Stadt & Land fast jedes Haus vom Krieg zer­stört war..

Der Artikel (unter Watson.ch) » Flüchtlingss­chweine — die deutschen Ver­triebe­nen … schildert es ohne Übertrei­bung, ohne Pauschalierung — die nack­te Wahrheit.

Wie kann man Elend von Krieg, Tod, Vertrei­bung und Flucht vergessen in Anbe­tra­cht der heuti­gen Flüchtlingswelle?

VIELE in Deutsch­land scheinen ihr eigenes Schick­sal vergessen zu haben. Auch in Ger­stun­gen sollte jed­er 3. Haushalt rück­blick­end in sein­er Fam­i­lie einen Fluchthin­ter­grund aus dem dama­lige Ereig­nis haben.

14 MILLIONEN DEUTSCHE mussten sich nach 1945 west­lich von Neiße und Oder neu ansiedeln. Sie waren auf Gedeih und Verderb den Ein­wohn­ern im Nachkriegs­deutsch­land aus­ge­set­zt, die eben­falls vor schlim­men Hin­ter­lassen­schaften des 2. Weltkrieges standen.

NEIN — es gibt keine Entschuldigung für Men­schen, die dieses Leid von damals und heute negieren oder ver­harm­losen.

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Foto: Face­book-Screen­shot

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