TIMELINE einer Bürgerwehr

Veröf­fentlicht: 19.04.2016 — aktu­al­isiert: 15.07.2017

Wollen / dür­fen wir men­schen­feindliche Auswüchse tolerieren? 

Ein JA kann für uns alle nicht akzept­abel sein. Nicht der Brand in Ger­stun­gen im Sep­tem­ber 2015 war dafür ver­ant­wortlich, dass Ger­stun­gen ver­meintlich in die rechte Ecke gestellt wurde. Wer genau hin­schaut, kann anhand der eige­nen Pro­mo­tion der Ger­stunger Bürg­er­wehr in vie­len Medi­en erken­nen, dass sie selb­st für dieses Bild sorgten/sorgen. Sie sind sog­ar darauf stolz.

In die “rechte Ecke” wurde Ger­stun­gen in der Öffentlichkeit schon viel früher laviert — DURCH eine vul­gär und recht­spop­ulis­tisch agierende Bürg­er­wehr-Führung und ihrer eng­sten Kumpa­nen in der Bürg­er­wehr, aber auch durch ihre “Fre­unde” in der West­thüringer NPD und der AfD im Thüringer Land­tag. Sie alle man­i­festierten ihr Tun ganz bewusst unter den öffentlichen Medi­en­anstal­ten.

War das im Inter­esse Ger­stun­gens und der Wer­ra-Region?

Was ist zu tun?

Es gibt auch die andere Seite Ger­stun­gens, das Pos­i­tive, u. a. die bre­ite Vere­in­sar­beit, die wirtschaftliche Entwick­lung in der Region, das pos­i­tive Orts­bild, das zumeist pos­i­tive Nebeneinan­der seit über 20 Jahren mit den Asyl­be­wer­bern, den vie­len Men­schen, die für Mit­men­schlichkeit ste­hen. Dem gegenüber ste­ht die wahre Rolle der Bürg­er­wehr.

Ger­stun­gen UND Rechts? Die engere Bürg­er­wehr-Führung ver­fol­gte schon immer die Strate­gie, die Geg­n­er von Ultra­na­tion­al­is­mus, Unmen­schlichkeit, Intol­er­anz und Frem­den­feindlichkeit an den Pranger zu stellen. Sie wollen eine Demokratie nicht fördern, son­dern sie zer­stören. Ihre Wort­führer — u. a. ein ehe­ma­liger NPD-Funk­tionär — ver­wen­den dazu gängige Werkzeuge vul­gär­er Beschimp­fun­gen und Belei­di­gun­gen. Ihre Geg­n­er hät­ten Ger­stun­gen nach Rechts gestellt — sie unter­stellen Ander­s­denk­enden öffentlich und ver­leumderisch per­ma­nent vom Grund auf erlo­gene Dinge. All das ver­sucht ihr Bürg­er­wehr-Führer wieder und wieder »zu verkaufen«. Dulden wir das? Wenn JA — dann wäre Ger­stun­gen endgültig Rechts …

UND Nie­mand wun­derte sich mehr darüber.

Vergessen wir nicht!

Wer Lei­d­tra­gende öffentlich als Viehzeug belei­digt, wer sich immer wieder in vul­gärster Form auf­führt als Men­schen­ver­achter, Frem­den­feind, Gewaltver­her­rlich­er gegen Men­schen, gegen Ander­s­denk­ende und Ander­s­geart­ete, der erfüllt den Tatbe­stand der Volksver­het­zung, der ist eben — ohne Wenn und Aber — Ras­sist, Nazi, ver­acht­enswert­er ver­baler Brand­schatzer und Recht­ster­ror­ist.”

Dabei wurde Nie­mand in die rechte Ecke gestellt.
Diese Extrem­is­ten haben sich selb­st dor­thin begeben.

Solchen Men­schen kön­nen, ja müssen wir auf Sachebene, gewalt­frei und ohne Hass mit der Wahrheit ent­ge­gen­treten. Sie zer­stören human­is­tis­che Werte der Gesellschaft und treten ethisch-moralis­che Gebote mit den Füßen. Wir tun es bei Achtung des Prinzips des Plu­ral­is­mus unter den Men­schen — das ist unsere Stärke — das beweist auch die Mit­glieder­struk­tur unseres Bünd­niss­es.

NUR, diese Lin­ie zu Ihnen (den Recht­en) wer­den wir nie über­schre­it­en. Gemein­sam aber mit allen plu­ral­is­tis­chen, human­is­tis­chen Kräften set­zen wir uns ein für Lösun­gen im Sinne ein­er demokratis­chen, ein­er friedlichen Welt, für Respekt und Achtung der Men­schen­würde, für wirkungsvolle Migra­tion von Lei­d­tra­gen­den, aber auch die Bekämp­fung von Fluchtur­sachen.

Regionaler Hintergrund des Geschehens

Diese Bürg­er­wehr grün­dete sich vor fol­gen­dem regionalem Hin­ter­grund, der im Grunde im Wider­spruch zu ihrem vorge­blichen Auftreten ste­ht: 

Die Wer­ra-Region in West­thürin­gen — mit­ten in Deutsch­land — ist kein sozialer Bren­npunkt. “Über den Dau­men” hat die Wiedervere­ini­gung der Masse der Men­schen hier gut getan. Die Arbeit­slosigkeit und Armut ist hier nicht son­der­lich hoch im Ver­gle­ich zu anderen Gegen­den in Deutsch­land (was nicht heißt, Missstände hier zu ver­nach­läs­si­gen). Starke soziale Prob­leme, wie sie vor allem große Bal­lungszen­tren in Deutsch­land ken­nen, sind hier rel­a­tiv unbekan­nt. In der Ver­wal­tungs­ge­mein­schaft Ger­stun­gen wurde eine Menge geschaf­fen. Eigenes Gym­na­si­um, neues Ärztehaus mit vie­len Prax­en, über­all alters­gerecht­es Wohnen, Bahn­hof, Schwimm­bad, viele Einkauf­s­möglichkeit­en, umfan­gre­ich­er Straßen­bau, Möglichkeit­en für Freizeit und Erhol­ung, neue Sied­lungs­ge­bi­ete für Eigen­heime, neue Gewer­bege­bi­ete mit vie­len Arbeit­ge­ber — und mehr — das Alles in dem kleinen Dorf (der Ker­nort mit 3700 Ein­wohn­ern). Die Infra­struk­tur, die Wirtschaft, das Dorf­bild, Vere­ine, usw. Vieles hat sich über die ver­gan­genen 25 Jahre zumin­d­est für das Lebens­ge­fühl der Men­schen sehr pos­i­tiv entwick­elt.

Im kleinen Ort Ger­stun­gen gibt es ein Objekt ein­er ehe­ma­li­gen Gren­zkom­panie. In diesem Objekt leben seit über 20 Jahre im Schnitt ca. 120 Asyl­be­wer­ber, vor­wiegend Flüchtlinge aus Kriegs­ge­bi­eten. Das geschah sehr ein­vernehm­lich mit der Bevölkerung, über­wiegend kon­flik­t­frei, wenn auch örtlich getren­nt durch die ICE-Bahn­lin­ie Erfurt-Frank­furt — bis zum let­zten Jahr.

Da gab es im Ort im Früh­jahr 2015 paar (ca. 3–4) Ein­brüche, die nach­weis­lich nicht über dem sta­tis­tis­chen Trend der Krim­i­nal­ität lagen. Ein oder zwei wur­den aufgek­lärt — Täter waren wohl organ­isierte Koso­vo-Albaner. Die Ein­brüche waren damals (schon vor ihrer Aufk­lärung) der Startschuss für eine ein­ma­lige Kam­pagne der dann neu gegrün­de­ten Bürg­er­wehr in Ger­stun­gen (Grün­dung im Mai 2015).

Kurz darauf (am 10.06.2015) fand eine Bürg­erver­samm­lung in Ger­stun­gen statt, an der der Thüringer CDU-Land­tagsab­ge­ord­nete Ray­mond Walk teil­nahm. Ergeb­nisse dieser Ver­samm­lung waren: (1.) Die all­ge­meine Angst in der Öffentlichkeit vor schw­eren Delik­ten war gewach­sen. Angst vor wem? (2.) Die in ihren kün­fti­gen Wirkun­gen nicht ein­schätzbare Bürg­er­wehr ging gestärkt aus der Ver­samm­lung her­vor. (3.) Die öffentliche Wahrnehmung, dass staatliche Exeku­tive ohne Bürg­er­wehren ihre Auf­gaben nicht mehr wahrnehmen könne, wurde gestärkt. (4.) Das Bild in der Öffentlichkeit über einen ver­meintlichen, aber nicht vor­liegen­den Zusam­men­hang von Asy­lanten und Krim­i­nal­ität wurde eben­falls gestärkt. Der Bürg­er­meis­ter bezog vor­erst keine Stel­lung gegen die Bürg­er­wehr. Dieser Aus­gang war das schlimm­ste Worst­­Case-­Szenario, das ein­treten kon­nte. Die Star­trampe für das Wirken der Bürg­er­wehr war zemen­tiert und errichtet.

Erin­nern wir uns in diesem Zusam­men­hang an viele Fak­ten, die auch schon vor dem Haus­brand in Ger­stun­gen im Sep­tem­ber 2015 einen recht­sex­tremen Charak­ter des Han­delns des Kerns der Ger­stunger Bürg­er­wehr um ihren Front­mann verdeut­licht­en. Nach­fol­gend dazu auszugsweise eine nach­weis­liche Chronik bzw. Doku­men­ta­tion ihrer TATEN — eine doku­men­tarische Nieder­schrift, die bei Bedarf fort­ge­führt wird.


TIMELINE EINER BÜRGERWEHR  


Mai 2015: Die Face­book-Gruppe “Bürg­er­wehr Unter­suhl, Ger­stun­gen und Umge­bung” grün­det sich. Eine ihrer ersten Vor­lieben ist es, eigene Krim­i­nal­itätssta­tis­tiken zu entwick­eln. Am 31.05.2015 erscheint ihr erster Ein­trag in ihrer geschlosse­nen Face­book-Gruppe (*). Ein in Mil­itär­sachen gek­lei­de­ter Schütze mit Profi­arm­brust im Anschlag (gemäß Pro­fil­bild (*) — Name liegt vor) gibt gle­ich im 3. Post die Rich­tung vor. Fed­er­führend als Face­book-Admin­is­tra­toren geben sich ein Unter­suh­ler und der Ex-NPD-Chef des Wart­burgkreis­es(*). Let­zter­er war nach ein­er Recherche von Mobit e.V. (Quelle: Mobit e.V., Träger der Mobilen Beratung in Thürin­gen für Demokratie & gegen Recht­sex­trem­is­mus — siehe Beitrag → Im West­en nichts Neues) seit 2001 amtieren­der NPD-Kreisvor­stand. Bis heute ste­ht er in engem Kon­takt zu NPD- und AfD-Funk­tionären im Land Thürin­gen. Öffentlich berichtet er gele­gentlich in der Bürg­er­wehr-Face­book-Gruppe über diese Kon­tak­te. Sind diese Kon­tak­te seine “Quellen” für The­men sein­er pop­ulis­tis­chen Pro­pa­gan­da unter Face­book?

31.05.2015: Ein Geschwaderkom­man­deur von der Luft­waffe meldet sich in der geschlosse­nen Ger­stunger Bürg­er­wehr-Face­book-Gruppe als neues Mit­glied zum Dienst (*). Soll man diesen Ein­trag ernst nehmen?

31.05.2015: Der Mit­grün­der der Ger­stunger Bürg­er­wehr-Face­book-Gruppe ver­meldet, dass bere­its eine halbe Stunde nach Grün­dung der Gruppe schon mehr als 350 Mit­glieder existieren und bedankt sich (*).

31.05.2015: Ein neues Mit­glied der Gruppe bedankt sich darüber, dass es zur Ger­stunger Bürg­er­wehr-Face­book-Gruppe hinzuge­fügt wurde (*). Die Beto­nung liegt ggf. auf “wurde”. Ken­ner der Face­book-Szene wis­sen: 90% der Mit­glieder schauen äußerst sel­ten in ihr Pro­fil — man möchte aber im Face­book-Trend dabei sein. Man legt sich halt pro­for­ma ein Pro­fil an, um auch mal schauen zu kön­nen. Die Masse wusste am Anfang noch gar nicht, dass sie drin waren in der Bürg­er­wehr. Die neuen Mit­glieder der Bürg­er­wehr-Gruppe wer­den in der Regel nicht um ein Ein­ver­ständ­nis gefragt. Die mit europäis­chem Recht nicht vere­in­baren Daten­schutzbes­tim­mungen von Face­book lassen so ein Vorge­hen zu. Erlebten wir eine beispiel­lose, massen­haften Auf­nahme und »Zwangsrekru­tierung« von Ger­stunger und aller möglichen Bekan­nten und wiederum ihrer Face­book-Fre­unde sowie “Fre­un­des-Fre­unde” in dieser Gruppe? Die Bürg­er­wehr-Führe­ung argu­men­tiert mit der vorge­blichen Über­ma­cht der Bürg­er­wehr, die den »Volk­swillen« darstelle. Die Masse der Bürg­er wür­den diesen Willen in Ger­stun­gen teilen. Sie sind stark an der Real­ität vor­bei — solche Behaup­tun­gen. Bis in die Gegen­wart sind viele Ger­stunger wieder aus­ge­treten und durch neue Mit­glieer aus der entsprechen­den bun­desweit­en Szene neu involviert wor­den. Man kann Tag für Tag ver­fol­gen, wie sie (um den Zahlen­stand von ca. 2700 Mit­gliedern zu hal­ten?) unun­ter­brochen auswär­tige »Gesin­nungsgenossen«in die Face­book-Gruppe der Ger­stunger Bürg­er­wehr aufnehmen.

31.05.2015: Berichter­stat­tun­gen fol­gen noch am gle­ichen Tag über das Schaf­fen der “Fachkräfte” (Bürg­er­wehr-Sprachge­bauch) — wie sie die Asyl­be­wer­ber in ein­er gängi­gen »Bürg­er­wehr-Sprache« beschreiben. Berichte über geheime Zeichen auf Briefkästen, die bis heute Nie­mand bele­gen kon­nte, fol­gen. In Berka/Werra wer­den sog­ar spie­lende Kinder bei einem Volks­fest über diese Zeichen unter­richtet. Asyl­be­wer­ber wer­den öffentlich doku­men­tiert und in das Netz gestellt. Ein Bericht fragt mit Bezug auf gesichtete Asyl­be­wer­ber: “Kön­nt ihr die zuord­nen? Vom ausse­hen her… passen die von der größer her in meinen piz­za­ofen?” (Fehler über­nom­men; *). 

Anfang Juni 2015: Die Bürg­er­wehrführer machen weit­er mobil, nutzen u. a. ihren starken Ein­fluss im Unter­suh­ler Jugend- und Kul­turvere­in, nutzen auch ihre Net­zw­erke zu anderen Bürg­er­wehren und recht­sex­tremen Grup­pen und holen in mas­sivster Form in bester »Ket­ten­brief-Kul­tur« inner­halb weniger Tage über 2500 Mit­glieder in die geschlossene Gruppe.

01.06.2015: Die Ger­stunger Bürg­er­wehr-Face­book-Gruppe veröf­fentlicht einen Post mit ein­er Beschrei­bung des Zwecks der Face­book-Gruppe (*). Man dis­tanziert sich darin von jeglich­er poli­tis­ch­er Vere­in­nah­mung. Die fol­gen­den Monate zeigen ein anderes Bild der Motive führen­der Mit­glieder der Gruppe — ganz ein­fach ein Bild geprägt von Frem­den­hass und poli­tis­ch­er Ori­en­tierung am Recht­sex­trem­is­mus.

03.06.2015: Ger­stun­gens Bürg­er­wehr begin­nt nächtliche Streifen, um verdächtige Per­so­n­en mit aus­ländis­chem Ausse­hen festzustellen und in der Face­book-Gruppe diese Per­so­n­en mit Beschrei­bun­gen zu melden. Ins­ge­samt ist festzustellen — die hoch erscheinende Zahl der Face­book-Mit­glieder täuscht völ­lig hin­weg über die Anzahl der wirk­lichen Sym­pa­thisan­ten und im Weit­eren der Anzahl der eigentlich aktiv per Streifen und pop­ulis­tisch agieren­den Mit­glieder. Bei let­zteren han­delt es sich ca. um einen Kern von schätzungsweise 20 Leuten.

04.06.2015: Erste Posts unter­stellen der regionalen Presse Ver­tuschung bei Krim­i­nal­itäts­de­lik­ten. Schnell ger­at­en auch Polizei sowie regionale und Lan­despoli­tik­er quer durch die Parteien­land­schaft in ihr Visi­er per “hart” for­muliert­er, jegliche Kul­tur ent­behren­der Unter­stel­lun­gen in fäkaler Wort­wahl (*). Genau dieser Vor­gang set­zt sich bis in die Gegen­wart fort wie ein rot­er Faden. 

06.06.2015: ZAHLEN um die Bürg­er­wehr Ger­stun­gen (*): Die Bürg­er­wehr-FB-Gruppe wurde Ende Mai 2015 gegrün­det. Von den Mit­gliedern laut Stand 14.06.2017 wur­den am 31.Mai 2015 993 Mit­glieder reinge­holt in die Gruppe. Am 1. Juni 2015 waren es 309 usw.. In der 1. Woche der Exis­tenz der Gruppe wur­den ins­ge­samt ca. 2500 Mit­glieder (unge­fragt) hinzuge­fügt — reine Fleißar­beit(!) und Ket­ten­brief-Funk­tion. Jeden Tag des Beste­hens der Gruppe holte allein der Bürg­er­wehr-Führer (Ex-NPD-Kreisvor­sitzende) im Durch­schnitt mehr als 1 Mit­glied rein (ins­ge­samt von den heuti­gen Mit­gliedern 816). Die über­re­gionale Struk­tur dieser vom Ex-NPD-Kreisvor­sitzen­den rekru­tierten 816 Mit­glieder lässt Rückschlüsse zu auf das angestrebte Poten­zial an intol­er­an­ten Kräften, auf Ver­net­zun­gen und Ziele der Bürg­er­wehr — Ziele, die noch heute ver­fol­gt wer­den.

10.06.2015: Öffentliche Podi­ums­diskus­sion zur Sicher­heit im Wer­ratal auf dem Ger­stunger Schlosshof unter Fed­er­führung der Thüringer All­ge­meine (Presse) sowie Beteili­gung des Lan­drats Rein­hard Krebs, des Ger­stunger Bürg­er­meis­ters Wern­er Har­tung, weit­er­er Bürg­er­meis­ter der Wer­rare­gion, führen­der Polizei-Vertreter und dem stel­lvertre­tenden Vor­sitzen­den des Innenauss­chuss­es im Land­tag, Ray­mond Walk (CDU). Die Führung der Bürg­er­wehr Ger­stun­gen ist nicht anwe­send.

14.06.2015: Ein Spon­sor spendet Ger­stun­gens Bürg­er­wehr 21 T-Shirts mit der Auf­schrift “Bürg­er­wehr Unter­suhl, Ger­stun­gen & Umge­bung”. For­t­an trägt der Kern der Bürg­er­wehr-Gruppe bei öffentlichkeitswirk­samen Auftrit­ten dem Charak­ter ein­er Uni­formierung gemäß diese T-Shirts.

17.06.2015: Eine Bürg­er­wehr-Aktivistin meint in der Face­book-Gruppe, es müsse noch viel Aufk­lärung bei den Bürg­ern betrieben wer­den. Viele ältere Leute wür­den den Hin­ter­grund dieser Bürg­er­wehr nicht ken­nen und hät­ten Angst (*). Diese Bürg­er­wehr-Sprecherin ver­gisst gegebe­nen­falls, dass ger­ade diese älteren Leute oft selb­st als → Ver­triebene nach Ger­stun­gen kamen. Sie haben ihr eigenes Schick­sal nicht vergessen. Auch in Ger­stun­gen sollte jed­er 3. Haushalt rück­blick­end in sein­er Fam­i­lie einen Fluchthin­ter­grund aus dem dama­lige Ereig­nis haben. Und — diese Älteren ken­nen auch die unheil­vollen Schutzstaffeln in der Zeit des Nation­al­sozial­is­mus.

18.06.2015: Mit­glieder der Bürg­er­wehr lancieren zunehmend in der Face­book-Gruppe Tat­sachen zur regionalen Krim­i­nal­ität so, dass in jedem Fall der Ver­dacht ohne vor­ange­gan­gene Ver­fahren auf Asyl­be­wer­ber gelenkt wird (*). Der Hass wird gesät durch ver­stärk­te unzuläs­sige Pauschalierun­gen in der Öffentlichkeit. Wer Asyl­be­wer­ber pauschal ver­dammt, der demask­iert sich selb­st. Ihr zunehmend geäußert­er Hass scheint Dog­men-geleit­et. Ihr Han­deln bes­tim­men Vorurteile und Block­aden in ihren Gehir­nen, aber nicht ein men­schlich­es Suchen nach Antworten und vor allem kein Betra­cht­en eigen­er Fehler. Was bei Has­s­bürg­ern und ihrer Frem­den­feindlichkeit zunehmend ver­schwindet, ist zuerst die Moral — genau wie im Krieg. Sich öffentlich pauschal gegen Flüchtlinge zu wen­den, wie ab diesem Zeit­punkt die Bürg­er­wehr-Sprachrohre, würde ver­gle­ich­sweise bedeuten, gegen Unfal­lopfer zu demon­stri­eren, anstatt gegen die Ras­er.

Sie verurteilen die Kriegs- und Elend­sopfer, anstatt Kriegstreiber- und prof­i­teure.

21.07.2015: Die in Unter­suhl ehre­namtlich betriebene Inter­net-Zeitung und Chronik zum Ort “UiZ” (Unter­suh­ler Inter­net-Zeitung) beschreibt die Sit­u­a­tion im Ort im Artikel “Neuer Recht­sex­trem­is­mus mobil­isiert den Mob.” Gle­ichzeit­ig wer­den in dem Beitrag Zusam­men­hänge sicht­bar zur Rolle von sozialen Medi­en, Hin­ter­grün­den des Geschehens um Bürgerwehr(en), wach­sen­dem Recht­sex­trem­is­mus und Frem­den­feindlichkeit in Deutsch­land (Quelle: UiZ-Artikel: “Face­book und die Demokratie”, genan­nte Artikel heute vor­liegend als PDF-Doku­ment).

24.07.2015: Focus Online veröf­fentlicht (Quelle Focus-Online 24.07.2015, FOCUS-Online-Autorin Amelie Bre­it­en­hu­ber) eine Ein­schätzung vom GdP-Chef Christ (Gew­erkschaft der Polizei) über Bürg­er­wehren in Thürin­gen. “Sie laufen Streife, stop­pen Autos und jagen Men­schen”. Die Mit­glieder gehörten teil­weise der recht­en Szene an. Für Christ hät­ten die Bürg­er­wehren einen recht­en Beigeschmack. Bei einem Mit­glied aus Ger­stun­gen han­dele es sich zum Beispiel um eine polizeibekan­nte Per­son aus dem recht­en Spek­trum. Ein­brüche wür­den gerne Asyl­be­wer­bern oder Flüchtlin­gen in die Schuhe geschoben. Sie wür­den ohne Beweise ver­bal verurteilen — teil­weise direkt angeprangert im Inter­net. Für ver­meintliche Täter könne dies schlimme Fol­gen haben.

Juli 2015: Der Bürg­er­wehr-Führer (Ex-NPD-Kreisvor­sitzen­der) brüstet sich, dass die Medi­en bei ihm “Schlange ste­hen”. Fernsehsender wie über­re­gionale Zeitung machen sich nacheinan­der mit sein­er Hil­fe ein Bild in Ger­stun­gen über die neu gegrün­dete Bürg­er­wehr und bericht­en dementsprechend. Die Bürg­er­wehr-Führer geben den Medi­en vor, gegen eine steigende Krim­i­nal­ität einen Selb­stschutz zu organ­isieren. Die Medi­en­vertreter erken­nen zumeist sehr wohl, dass Frem­den­hass und ultra­na­tion­al­is­tis­che Leitlin­ien die eigentliche Moti­va­tion des engen Führungskreis­es dieser Bürg­er­wehr bilden. In Ger­stun­gen gibt es seit über 20 Jahren eine Asyl­be­wer­ber­heim. Das Zusam­men­leben mit den Men­schen, die vom Ort abge­gren­zt ähn­lich einem Ghet­to unterge­bracht sind, gestal­tete sich nicht immer kon­flik­t­los, aber bish­er ohne grundle­gende Schwierigkeit­en.

Die Bürg­er­wehr-Führung rückt seit dem Früh­jahr 2015 durch ihr Han­deln den Ort Ger­stun­gen für die öffentliche Wahrnehmung zunehmend in die Rechte Ecke.

24.07.2015: Die Bürg­er­wehr ver­meldet Tuberku­lose-Aus­brüche in Asyl­be­wer­ber­heimen in Weni­genlup­nitz und Ger­stun­gen (*). Die Mel­dung wird seit­ens der Behör­den bere­its am näch­sten Tag wider­rufen. Es hat Meth­ode — das scham­lose Aus­nutzen und Spiel mit der Angst der Men­schen — das Streuen von Halb­wahrheit­en, Gerücht­en, Lügen. Der Bürg­er­wehr-Führer (Ex-NPD-Chef von Eise­nach) schließt seine Mel­dung mit dem Satz: “Jet­zt hört der Spass auf hier!!! Ich mach denen Licht ans Fahrrad, …” (Schreibfehler über­nom­men). Zu den Falschmel­dung in dieser Form gesellt sich in der Regel ver­bale, gewalt­fördernde Aufwiegelung.

31.07.2015: Die für ihre bun­desweit­en ver­balen Brand­schatzun­gen ihrer besten Pro­tag­o­nis­ten bekan­nte AfD beken­nt sich wieder­holt öffentlich lobend zu den Aktiv­itäten der Ger­stunger Bürg­er­wehr — u. a. am 31.07.2015 auf ihrer Web­site (afd-thueringen.de).

07.08.2015: Ein Jour­nal zur Infor­ma­tion zur extremen recht­en Szene in Thürin­gen »thueringen-rechtsaussen.net« berichtet im Artikel “AfD-Land­tagsab­ge­ord­nete Herold mit Lob für Neon­azis und Gewalt­phan­tasien” über gegrün­dete Bürg­er­wehren. Aus ihrer Unter­stützung für die selb­ster­nan­nte Bürg­er­wehr mache Corin­na Herold auch son­st kein Geheim­nis im Face­book-Forum dieser Bürg­er­wehr. Dass die Bürg­er­wehr von einem extrem Recht­en ange­führt wird, der schon vor über 15 Jahren eine zen­trale Fig­ur der extrem recht­en Szene im Wart­burgkreis war, scheine Herold nicht zu stören.

01.08.2015: Quelle Süd­deutsche Zeitung (Antonie Riet­zschel, 01.08.15, SZ): Im SZ-Artikel “Eine Bürg­er­wehr macht Angst” wird über die in Ger­stun­gen formierte Bürg­er­wehr berichtet. Ihr Bürg­er­wehr-Führer lieferte ihnen das Fut­ter für ein Bild, was Ger­stun­gen in ein gewiss­es Licht führt. Die SZ berichtet darüber, wie die Bürg­er­wehr ihre eigene Krim­i­nal­itätssta­tis­tik führe. Das Mis­strauen würde vor allem gegen Migranten gerichtet. Viele Verdäch­ti­gun­gen wür­den aufgestellt und als ver­meintliche Tat­sachen gestreut. Beiträge wur­den mit­tler­weile wieder gelöscht, nach­dem sie in der medi­alen Berichter­stat­tung aufge­taucht waren. Der Sprech­er der Bürg­er­wehr in Ger­stun­gen (Ex-NPD-Chef von Eise­nach) hätte bestätigt, dass sie ursprünglich von der Face­book-Seite stammten. Er mache keinen Hehl aus sein­er Frem­den­feindlichkeit. Sie sug­gerieren, dass man das Prob­lem selb­st anpacke.

07.08.2015: Die Face­book-Gruppe »Ger­stun­gen gegen Rechts« wird in das Leben gerufen. Sie verdeut­licht die andere Seite aufrechter Ger­stun­gener, die für Mit­men­schlichkeit, Tol­er­anz und Lösun­gen bei der Migra­tion ein­treten. Die Gruppe beschreibt ihr Mot­to wie fol­gt: “Wir haben keine Lust auf Het­ze gegen Men­schen, die aus anderen Län­dern kom­men und hier Asyl und Hil­fe suchen. Asyl ist Men­schen­recht! Refugees Wel­come!”

17.08.2015: Quelle Thüringer All­ge­meine (Klaus Wuggaz­er, 17.08.16, TA): Im TA-Artikel “Ray­mond Walk sieht Ger­stunger Bürg­er­wehr mit Skep­sis” wird berichtet, dass der Land­tagsab­ge­ord­nete Ray­mond Walk (CDU) die Arbeit der Bürg­er­wehr in Ger­stun­gen mit Skep­sis sieht. Es gäbe Zeichen, dass es der Bürg­er­wehr nicht um die Sicher­heit gehe. Es solle offen­bar Stim­mung erzeugt wer­den gegen Flüchtlinge. Mehrfach taucht­en auf der Face­book­seite der Bürg­er­wehr frem­den­feindliche Kom­mentare auf. Die Gew­erkschaft der Polizei (GdP) sehe dies kri­tisch. Mit­glieder der Gruppe wür­den bei Kon­trollen ihre Kom­pe­tenz über­schre­it­en und ins staatliche Gewalt­monopol ein­greifen, sagte GdP-Lan­deschef Rüdi­ger Christ. Ange­blich Verdächtige wür­den im Netz angeprangert.

20.08.2015: → Offen­er Brief an die Gemein­de­v­er­wal­tung (liegt als PDF-Doku­ment vor). Ein Ger­stun­gener macht öffentlich die Gemein­de­v­er­wal­tung Ger­stun­gen darauf aufmerk­sam, dass Ger­stun­gen ein anderes, viel besseres Gesicht hat, als das, was NPD-Chef Wieschke & seine Kom­pagnons aus dem Führungskreis der Ger­stun­gener Bürg­er­wehr seit Monat­en bun­desweit­en Medi­en ver­mit­teln. Der Brief bleibt unbeant­wortet. Wird die Bürg­er­wehr unter der Obhut der Gemein­de­v­er­wal­tung gesellschafts­fähig?

20.08.2015: Der Haupt­pro­tag­o­nist der Ger­stunger Bürg­er­wehr (Ex-NPD-Chef von Eise­nach), ver­bre­it­et in sein­er Bürg­er­wehr-Face­book-Gruppe Lügen über einen Unter­suh­ler, einem erk­lärten Geg­n­er von Recht­sex­trem­is­mus und Aus­gren­zung (*). Nichts Neues — per­sön­liche Angriffe unter der Gürtellinie gegen Mit­glieder des Bünd­niss­es gegen Rechts Wer­ratal e.V. (in Grün­dung) ste­hen immer auf der Agen­da der Bürg­er­wehr-Sprech­er. Wir sehen in dieser Bürg­er­wehr-Face­book-Gruppe von ganz bes­timmten Leuten ein immer wiederkehren­des Jagdszenario ein­er­seits auf Ein­heimis­che, die sich nicht der Bürg­er­wehr fügen UND ander­er­seits auf Lei­d­tra­gende von Kriegen und ver­fehlter Entwick­lungspoli­tik.

UND – man nehme diese Fak­ten im Kon­text mit den Fol­gen geistiger Brand­schatzung! Das ist das eigentlich Schw­er­wiegende, denn es ist let­ztlich eine recht­ster­ror­is­tis­che Weg­bere­itung!

29.08.2015: NPD-Demon­stra­tion in Eise­nach (Thürin­gen) — mit dabei seit­ens des NPD-Auf­marsches Mit­glieder der Ger­stunger Bürg­er­wehr (Nachweis/Quelle: → Recherche Nord). Die Bürg­er­wehr-Führung ste­ht in engem Kon­takt zum Eise­nach­er NPD-Chef Patrick Wieschke und dem Lan­desvor­sitzen­der der NPD in Thürin­gen Tobias Kamm­ler.

19.09.2015: Auftritt des Ger­stunger Gemein­der­atsmit­glieds Ralf Schüler in der Presse zu einem Geg­n­er der Bürg­er­wehr. Öffentlich beschuldigt Herr Schüler in einem Zeitungsar­tikel der Thüringer Zeitungs­gruppe (Quelle: Jensen Zlo­tow­icz, TLZ, 19.09.2015, Artikel “Wir sind alle ein biss­chen Barufke”) den Unter­suh­ler der Beschädi­gung des Anse­hens des Jugend- und Kul­turvere­ins. Er dif­famiert und belei­digt ihn öffentlich mit weit­eren Unwahrheit­en über seine Per­son. Fra­gen entste­hen. Das Gemein­der­atsmit­glied Ralf Schüler — ein Unter­stützer und Förder­er der Bürg­er­wehr? Wie sah seine Hal­tung zu Recht­sex­trem­is­mus in der Ver­gan­gen­heit aus? Das Bünd­nis gegen Rechts Wer­ratal e.V. nimmt sofort eine → Gegen­darstel­lung vor. Der Beschuldigte selb­st über­mit­telt auf­grund der poli­tis­chen Dimen­sion des Auftritts von Ralf Schüler eine schriftliche Gegen­darstel­lung an alle Gemein­der­atsmit­glieder (am 18.10.2015, liegt als PDF-Doku­ment vor). Den Vor­wurf vol­l­zog Ralf Schüler ungeachtet der Beobach­tun­gen viel­er weit­er­er Beteiligter sowie Medi­en und des Eigen­ver­schuldens einiger Mit­glieder des Jugend- und Kul­turvere­ins (u.a. mit dem Zeigen nation­al­sozial­is­tis­ch­er Sym­bole). Genau die Medi­en, die zuvor beim Bürg­er­wehr-Führer (Ex-NPD-Kreisvor­sitzen­der) Schlange standen, beobachteten sehr wohl selb­st das Vorge­fal­l­ene zur Unter­suh­ler Kirmes und berichteten zeit­nah bun­desweit darüber. Die Panora­ma-Sendung des NDR berichtete im Nach­trag vor eini­gen Tagen dazu. In der Berichter­stat­tung von Panora­ma zu Ger­stun­gen gin­ge es damals weniger um das Motiv des Brand­s­tifters als vielmehr um den Umgang einiger Ger­stunger mit einem Brand im Ort wenige Tage zuvor. Von Betrof­fen­heit war bei Jenen wenig zu spüren. An einem Wagen bei einem Kirme­sumzug hieß es spöt­tisch auf einem Plakat: “Abge­bran­nt ist uns’re Hütte. Gebt uns Asyl, bitte, bitte! Aber kein Con­tain­er, nein. Kann es vielle­icht ein Schlöss­chen sein?” Das im Nach­gang pub­lizierte Schnee­witchen-Märchen zu diesem Bild kon­nte man glauben oder auch nicht — entschei­dend war das zuerst in der Öffentlichkeit Wahrgenommene. Wenig sen­si­bel zeigte sich damals auch die Dor­fju­gend, als sie für das Kirmes-Grup­pen­fo­to posierte: “Und jet­zt alle mal den recht­en Arm hoch”, sprach ihr Anführer. In Inter­views sahen damals einige Ger­stunger eine gewisse Berech­ti­gung für den Bran­dan­schlag. Die Frage, woher diese geäußerte innere Gesin­nung einiger Mit­glieder der Vere­in­sju­gend kommt, birgt aber im Hin­ter­grund plau­si­ble Antworten, über die Nie­mand sprechen möchte. Ob Herr Schüler als langjähriger Vere­insvor­sitzen­der oder die Bürg­er­wehr-Führung vielle­icht Antworten haben?

11.10.2015: Eine bunte Gruppe sich zufäl­lig getrof­fen­er Bürg­er aus Ger­stun­gen radelt bei bestem Wet­ter eine Tour durch das Wer­ratal. Sie zeigten klare Kante gegen den kalten, herb­stlichen Wind. Die Fahrrad­fre­unde erlebten eine son­nige und BUNTE Herb­st­land­schaft um das Wer­ratal. Sie ver­bre­it­eten auch selb­st BUNTE sowie ganz ein­fach men­schliche und weltof­fene Botschaft im Wer­ratal — mit­ten in ein­er Zeit maßlos­er Frem­den­feindlichkeit und bun­desweit­er recht­ster­ror­is­tis­ch­er Anschläge. Zur Kirmes in Her­da bot sich ihnen ein ganz beson­deres Bild — die Schule Her­da gek­lei­det in BUNTEN Fah­nen. Was für ein Zeichen für alle Kirmes­be­such­er. Was für ein Kon­trast zu Ger­stun­gen. Zurück auf dem Markt in Ger­stun­gen wurde die Radler­gruppe von mehreren PKW’s mit führen­den Bürg­er­wehr-Mit­gliedern tang­iert und ver­bal laut­stark als “Anti-Faschos” betitelt.

14.10.2015: In der Face­book-Gruppe der Bürg­er­wehr dif­famiert ein­er ihrer Führer völ­lig halt­los das Gemein­der­ats- und Kreistagsmit­glied Har­ry Weghenkel (auch Mit­glied im Bünd­nis gegen Rechts Wer­ratal) in schw­er­ster Form (*). Wurde hier öffentlich­er Ruf­mord betrieben? Genau­so wer­den seit Monat­en auch andere Ger­stunger, die gegen Rechts klar Posi­tion beziehen, von ihnen behan­delt, belei­digt, ver­leumdet. Wer mit dem recht­en Mob nicht mitzieht, der ste­ht im Abseits — und in ihrem Fadenkreuz. Wer den Mund auf­macht, wird irgend­wie bedro­ht. Bleibt nur die Kapit­u­la­tion?

Marschieren bald Schutzstaffeln ohne Legit­i­ma­tion im Gle­ich­schritt in Stiefeln — mit Knüp­pel und Pis­tole am Kop­pel?

14.10.2015: NPD-Auf­marsch in Ger­stun­gen im Ort­steil Unter­suhl vor der Spielothek »Bin­go«. Ger­stun­gen in braunen Far­ben. Der Lan­desvor­sitzen­der der NPD in Thürin­gen Tobias Kamm­ler instru­men­talis­erte eine bis heute unaufgek­lärte Auseinan­der­set­zung mit Asyl­be­wer­bern im »Bin­go« in Unter­suhl und rief zu ein­er frem­den­feindlichen Aktion in Ger­stun­gen im Ort­steil Unter­suhl auf. Die gute Nachricht: Der Bürg­er­meis­ter befand sich zu Beginn des NPD-Auf­marsches auf Seit­en der Gegen-Demon­stra­tion gegen Rechts — jeden­falls ste­ht er da. Die schlechte Nachricht: Die Bürg­er­wehr-Führung Ger­stun­gens zeigt Flagge für Nazis — der NPD. Sind sie der neue »Saalschutz« der vul­gären Nation­al­is­ten der recht­sradikalen Szene der Wer­ra-Region? Unter ihnen der Bürg­er­wehr-Front­mann, beken­nen­der Bürg­er­wehr-Pro­tag­o­nist und ehe­ma­liger Eise­nach­er NPD-Chef. Polizis­ten ste­hen im Kräftev­er­hält­nis von 1:1 bei den Gegen­demon­stran­ten(!). Ver­fas­sungs­feindliche und neu-rechte Parolen ertö­nen in den Reden der NPD-Führer. Ein gesellschaftlich sehr anerkan­ntes und human­is­tisch geprägtes Gemein­der­atsmit­glied — Har­ry Weghenkel — wird über einen lan­gen Redezeitraum vom Thüringer NPD-Chef Tobias Kamm­ler in schlimm­ster Ruf­mord-Manier öffentlich gebrand­markt. Immer wieder und immer wieder. Hat er seine vorge­blichen Erken­nt­nisse von der Ger­stunger Bürg­er­wehr-Führung?

14.10.2015: NPD-Auf­marsch in Ger­stun­gen — die geschlossene Face­book-Gruppe der Ger­stunger Bürg­er­wehr berichtet stolz über das Ereig­nis. Ein Wort­führer ist gar ent­täuscht, dass die Bürg­er­wehr statt der NPD sich nicht die AfD an Bord geholt hat. Der Bürg­er­wehr-Führer hebt her­vor, dass die NPD in Ger­stun­gen war, um die Leute aufzuk­lären. Weit­er­hin hat er erneut eine üble, schw­er­ste Unter­stel­lung ohne jegliche Grund­la­gen unter die Leute zu brin­gen. Er behauptet mal ein­fach so, dass ein Gemein­der­atsmit­glied ein IM der Stasi gewe­sen wäre (*).

17.10.2015: In Ger­stun­gen grün­det sich das Bünd­nis gegen Rechts Wer­ratal e.V. (in Grün­dung). Grün­dungsmit­glieder wider­spiegeln ver­schieden­ste Lebensweisen und poli­tis­che Anschau­un­gen — vom Punk bis zum schreiben­den Lyrik­er und Lehrer aus der gesellschaftlichen Mitte. Eins eint sie alle — die Sicht, in der Wer­rare­gion etwas tun zu müssen gegen Rechts, Aus­gren­zung Men­schen­feindlichkeit und Frem­den­hass. Als Vor­sitzen­den wählt der Vere­in Maik Klotzbach, auch Vor­stand der Jusos Eise­nach im Wart­burgkreis, des Jugend­ver­ban­des der SPD. Die Mit­glieder des Vere­ins ger­at­en in diversen Face­book-Posts sofort in das Visi­er von Bürg­er­wehr-Mit­gliedern. In der Fol­gezeit unter­liegen sie im Bürg­er­wehr-Forum immer wieder vul­gären, belei­di­gen­den Beschimp­fun­gen. Ins­beson­dere der Vere­ins­mit­be­grün­der Har­ry Weghenkel (Gemein­der­atsmit­glied) und der Autor dieses Artikels wird Zielscheibe schw­er­ster Unter­stel­lun­gen. Diese wer­den von recht­sex­tremen poli­tis­chen »Bünd­nis­part­nern« in der Folge aufgenom­men zur weit­eren öffentlichen Verunglimp­fung dieser Per­so­n­en.

18.10.2015: Der Bürg­er­wehr-Führer kom­men­tiert in der Bürg­er­wehr-Gruppe unter Face­book die Grün­dungsver­samm­lung des Bünd­nis gegen Rechts Wer­ratal e.V.: “Ich spar mir jet­zt mal die Worte über den Karnevalsvere­in.”

13.11.2015: Quelle Thüringer All­ge­meine (Frank Schau­ka, 13.11.15, TA): Die Thüringer All­ge­meine berichtet: “Eise­nach­er Land­tagsab­ge­ord­neter warnt vor Neon­azis in Bürg­er­wehren”. Im Artikel wird berichtet, dass für Ger­stun­gens parteilosen Bürg­er­meis­ter Wern­er Har­tung die Auflö­sung der Bürg­er­wehr kein großer Ver­lust wäre. Zu mehr Sicher­heit in der Stadt hätte sie seines Wis­sens nicht beige­tra­gen. Aktiv sei die Grup­pierung vor allem beim Ver­bre­it­en abstruser, oft aus­län­der­feindlich­er Gerüchte im Inter­net. Die Ziele der Bürg­er­wehr seien sein­er Ein­schätzung nach ein­deutig extrem rechts. Das Beson­dere in dem Artikel: Erst­mals posi­tion­iert sich Ger­stun­gens Bürg­er­meis­ter öffentlich gegen die von Recht­sex­tremen bes­timmte Bürg­er­wehr.

05.12.2015: Quelle Thüringer All­ge­meine (Frank Schau­ka, 05.12.15, TA): “In Ger­stun­gen im Wart­burgkreis agiert eine Bürg­er­wehr, größer als in Pfaffschwende – die derzeit inak­tiv ist – und straf­fer geleit­et. Man trägt uni­forme Klei­dung: ein schwarzes Shirt mit ‘Bürgerwehr’-Aufdruck.’ … Es gibt eine Nach­tauf­nahme auf der Inter­net­seite der recht­sex­tremen Nationalen Jugend ‘NJ Eise­nach-Wart­burgkreis’. Das Foto mit der Über­schrift ‘Aktiv in Ger­stun­gen, aktiv gegen Asyl­be­trüger’ zeigt vier Per­so­n­en schemen­haft. ‘Dies kön­nte auf eine Beteili­gung von recht­sex­tremen NJ-Mit­gliedern an Streifengän­gen der soge­nan­nten Bürg­er­wehr hin­deuten’, erk­lärt der CDU-Poli­tik­er aus Eise­nach.” Es erhärtet sich fol­gende Frage: Wie tief sind die Ver­flech­tun­gen zu anderen recht­sex­tremen oder recht­sradikal agieren­den Grup­pierun­gen, wie der recht­sex­tremen Nationalen Jugend »NJ Eise­nach-Wart­burgkreis«?

12.12.2015: Quelle MDR Thürin­gen: “Ermit­tlun­gen gegen Bürg­er­wehr-Mit­glieder”, berichtet das Jour­nal. Gegen Mit­glieder der “Bürg­er­wehr Ger­stun­gen, Unter­suhl und Umge­bung” würde wegen Volksver­het­zung ermit­telt. Das gehe aus der Antwort von Thürin­gens Innen­min­is­ter Hol­ger Pop­pen­häger auf eine Anfrage des Innen­ex­perten der CDU-Land­tags­frak­tion, Ray­mond Walk, her­vor. Dem­nach seien mehrere Ermit­tlungsver­fahren wegen Volksver­het­zung und dem Ver­wen­den von Kennze­ichen ver­fas­sungswidriger Organ­i­sa­tio­nen in der Face­book-Gruppe der Bürg­er­wehr anhängig. Laut Pop­pen­häger würde außer­dem ein Begrün­der der Gruppe früher dem recht­sex­tremen Spek­trum zugerech­net.

13.01.2016: Quelle Thüringer All­ge­meine (13.01.2016, dpa, 13.01.16, TA): Nach Erken­nt­nis­sen von Stephan J. Kramer, Thürin­gens neuer Ver­fas­sungss­chutzchef, seien in der Bürg­er­wehr in Ger­stun­gen und Umge­bung (Wart­burgkreis) Recht­sex­treme aktiv. Die Admin­is­tra­toren der Face­book-Gruppe hät­ten zumin­d­est enge Kon­tak­te in die örtliche recht­sex­trem­istis­che Szene, sagte der Präsi­dent des Ver­fas­sungss­chutzes, Stephan J. Kramer. Vieles von dem, was wahrnehm­bar sei, spiele sich virtuell, also im Inter­net ab. Die TA schreibt:

Allerd­ings sei dies kein Grund zur Ent­war­nung, da sich — ins­beson­dere mit ein­er stärk­eren Wahrnehmung der Flüchtlingskrise — ger­ade im Inter­net eine Pro­pa­gan­da ver­bre­it­et, die kaum noch etwas mit freier Mei­n­ungsäußerung zu tun hat, son­dern regel­recht zu Hass und mitunter auch Gewalt auf­s­tachelt. Bere­its in offen ein­se­hbaren Bere­ichen der sozialen Medi­en sei eine starke Enthem­mung festzustellen. Dort werde auch unter Klar­na­men gehet­zt, erk­lärte Kramer.”

31.01.2016: Ein Pro­tag­o­nist der Ger­stunger Bürg­er­wehr (Name liegt vor) teilt zus­tim­mend in seinem Pro­fil einen Beitrag der Gewalt- und Holo­caust-Leugner­in Ursu­la Haver­beck.

04.02.2016: Der Ger­stunger Bürg­er­wehr-Führer (Ex-NPD-Kreisvor­sitzen­der) ver­meldet in der Face­book-Gruppe der Bürg­er­wehr mit Stolz (*): “Jet­zt ken­nt man uns auch in Eng­land.” Er organ­isierte auch dieses erneute medi­ale Ereig­nis in Ger­stun­gen, genau­so wie er auch in den Monat­en zuvor eine medi­ale Insti­tu­tion nach der Anderen nach Ger­stun­gen holte, um Frem­den­feindlichkeit öffentlich zu demon­stri­eren. Jawohl — wer des Englisch mächtig ist, erkan­nte in dem Video der britis­chen Sendung ITV News, dass nun auch Eng­land dank der Bürg­er­wehr ein Bild über ein »braun ange­haucht­es« Ger­stun­gen hat.

09.02.2016: In der Bürg­er­wehr-Face­book-Gruppe erk­lärt ein Wort­führer: “Betritt irgend ein korup­ptes Schwein mein Grund­stück hat er es erlebt! Anders geht es nicht mehr!!!” (Schreibfehler über­nom­men, *). Er bezieht sich auf Vertreter öffentlich­er Behör­den. Wir erleben in dieser Gruppe eine immer wiederkehrende gewaltver­her­rlichende, radikalisierende Wort­wahl.

10.02.2016: Netz-gegen-Nazis.de, Part­ner von ZEIT Online (ePa­per) und des Inter­net­por­tal der Amadeu Anto­nio Stiftung (Ini­tia­tive für Zivilge­sellschaft und demokratis­che Struk­turen) veröf­fentlicht Rechercheergeb­nisse in einem Mon­i­tor­ing über Face­book-Bürg­er­wehren. Wir sehen maßge­blich Fak­ten, die einen All­t­ag — und nicht Einzel­er­schei­n­un­gen — recht­sex­trem ori­en­tiert­er Bürg­er­wehr-Pro­tag­o­nis­ten aufzeigen. Die Bürg­er­wehr Ger­stun­gen spielt im Mon­i­tor­ing eine düstere Rolle. Das Geschehen ist gekennze­ich­net von Gemeinge­fährlichkeit, Gewaltver­her­rlichung, Gewalt­phan­tasien, Shop-Infor­ma­tio­nen zu Waf­fen und waf­fenähn­lichen Gegen­stän­den, ultra­na­tion­al­is­tis­chen Parolen, an nation­al­sozial­is­tis­chen Darstel­lun­gen angelehn­ten Sym­bol­en, eifrigen Pauschalierun­gen gegen Asyl­be­wer­bern, zunehmender Ver­net­zung mit recht­sradikalen Gangs und Net­zw­erken, Wun­schdenken in den Gren­zen des deutschen Reich­es von 1937, sich selb­st als Nicht-Nazi’s klas­si­fizieren­den sowie unpoli­tisch wäh­nen­den und beson­ders besorgten Bürg­ern, Gewalt-und-Law-and-Order-affinen Durch­schnitts­denkern, Neon­azisym­pa­thisan­ten sowie organ­isierten Nazis. Das Mon­i­tor­ing ist nach­les­bar unter → Mon­i­tor­ing auf Patrouille bei den Face­book-Bürg­er­wehren.

12.02.2016: Die Bürg­er­wehr dis­tanziert sich von jed­er poli­tis­chen Vere­in­nah­mung? So ste­ht es als Behaup­tung in der Grün­dungserk­lärung der Ger­stunger Bürg­er­wehr. In der täglichen Prax­is ihrer Diskus­sio­nen sieht es anders aus. Wir erleben immer wieder klare Stel­lung­nah­men für ganz gewisse Parteien der Neu-Recht­en und klare Belei­di­gun­gen gegen poli­tis­che Geg­n­er. Da wird also doch poli­tis­che Posi­tion­ierung betrieben. Unter anderem dro­ht ihr Bürg­er­wehrführer in einem Face­book-Post (*): “Herr Ramelow genießen sie ihre Amt­szeit die sie haben, ich ver­spreche ihnen jet­zt schon, das es ihre let­zte sein wird!!!!!” (Schreibfehler über­nom­men). Und — er set­zt fort: “Soll­ten die ver­suchen dreck­ige Spielchen zu spie­len vor den Wahlen, werde ich Sachen enthüllen in sämtlichen Mei­den über diese Regierung! Das wird ein Fest!!!” Er schließt mit der Bemerkung, dass es nur eine “Alter­na­tive” gäbe. Wer vere­in­nahmt hier wen?

Wir erleben regelmäßig Bürg­er­wehr-Pro­tag­o­nis­ten als Sprachrohr recht­sex­trem­istis­ch­er Leit­bilder.

03.03.2016: Ein Face­book-Admin­is­tra­tor der Ger­stunger Bürg­er­wehr schreibt bezüglich der Sit­u­a­tion des regionalen Arbeit­ge­bers K+S in der Face­book-Gruppe: “Na klar, wenn dann alle Bergleute zu Hause sind inclu­sive aller Sub Unternehmen und ihre Fam­i­lien von Arbeit­slosen­geld und später von Hartz4 leben, … haben wir genug Platz für ca. 100000 Fachkräfte unter Tage” (*). Redet er vom “Schnee­witchen-Märchen” oder was für eine Idee will er da ver­ach­tungsvoll reak­tivieren?

31.03.2016: Ent­gleiste Sprachrohre der Bürg­er­wehr Ger­stun­gens — früh mor­gens eine ihrer Aus­sagen: “Rat­ten, Links­verseucht­es Viehzeug” (*). Sie nehmen nicht nur Linke auf das Korn — Jed­er, der nicht »mit­spielt«, ist dran. Es ist nur ein Beispiel dieser Kat­e­gorie — von so vie­len. Wessen geisti­gen Kinder erleben wir? Es sind keine Aus­rutsch­er — sie gebrauchen Tag für Tag diese Vok­a­beln fern jed­er zivil­isiert­er Kom­mu­nika­tion, fern des Ver­mö­gens von Men­schen — ein­fach nur wie Tiere geleit­et. Sie leg­en im Geiste Fun­da­mente maßlos­er Gewalt. Face­book als Kloake für geist­los­es Geschwätz — für jeden geistig Ent­gleis­ten? Ist Face­book ein Ort gedulde­ter Men­schen­ver­ach­tung? Sie (der Kern der Bürg­er­wehr) seien Patri­oten, aber keine Nazis? Wer kann das noch glauben?

April 2016: Zehn Monate nach der ersten bun­desweit­en Grün­dungswelle von Bürg­er­wehren ist ihr anfänglich sehr offenes Agieren unter Face­book mit­tels Has­s­botschaften und Ele­menten der Volksver­het­zung einem “mod­er­ateren” Ton mit »Zwis­chen-den-Zeilen«-Botschaften gewichen. So ist es auch in Ger­stun­gen. Sie wis­sen, dass sie unter Beobach­tung ste­hen. Sie teilen zunehmend ihre “Ressourcen” in kleineren Unter­grup­pen und anderen diversen Social Net­works und Mes­sen­gers. Grund­sät­zlich ist zu erken­nen, dass sich Bürg­er­wehren zunehmend bun­desweit ver­net­zen — auch in Abstim­mung und in Organ­i­sa­tion mit diversen recht­sex­trem­istis­chen Gruppen/Parteien (NPD, AfD, etc.). Teil­weise übernehmen Bürg­er­wehren für recht­sex­treme Parteien bei deren öffentlichen Auftrit­ten oder inter­nen Ver­samm­lun­gen Schutz­funk­tio­nen. Der Tarn­man­tel der Bürg­er­wehr wird weit­er aufrechter­hal­ten. Man ori­en­tiert sich auch an ultra­na­tion­al­is­tisch geprägten Bürg­er­wehren ander­norts, u. a. im Aus­land.

19.04.2016: Der Ger­stunger Bürg­er­wehr-Führer (Ex-NPD-Kreisvor­sitzen­der) teilt diesen Beitrag in der Face­book-Gruppe der Bürg­er­wehr. Wäre nichts dage­gen einzuwen­den. Die Kehr­seite — er und seine Kumpane belei­di­gen öffentlich den Autor dieses Beitrags mit weit­eren Unter­stel­lun­gen und Unwahrheit­en (*). Ihr »Ameisen­haufen« reagiert aufgewühlt. Wo sach­liche Argu­mente fehlen, gehen sie unter die Gürtellinie — ein Merk­mal des neu-recht­en Pop­ulis­mus.

01.05.2016: Unter der Face­book-Gruppe der Bürg­er­wehr schreibt eine Bürg­er­wehr-Pro­tag­o­nistin “Richtig so Abflug du Schmiergestalt!!” (*). Poli­tis­che Stre­itkul­tur neuer Prä­gung? Sie meint den Bun­desjus­tizmin­is­ter Heiko Maas und bezieht sich auf ein geteiltes Video, in dem sich das Bun­destagsmit­glied in Zwick­au einem recht­sex­tremen “Bürg­er­protest” aus­ge­set­zt sieht. Die poli­tis­che Rich­tung der Mach­er des »protestieren­den« Mob wird in dem Video und unter den Posts des Autors verdeut­licht. Sie kommt aus der Ecke der Kräfte eines Neona­tion­al­sozial­imus. Das poli­tis­che State­ment in der Face­book-Gruppe zu dem Vor­fall in Zwick­au geschieht ent­ge­gen dem eige­nen Grup­pen­statut, in dem eine Dis­tanzierung von jeglich­er poli­tis­ch­er Vere­in­nah­mung deklar­i­ert wird. Diese Dekla­ra­tion erscheint wie so oft nur als Schein zur Ver­schleierung des wirk­lichen Grup­pen­zwecks.

Anfang Mai 2015: Der Ger­stunger Bürg­er­wehr-Führer (Ex-NPD-Kreisvor­sitzen­der) wirbt um Mitreisende zum Nazi-Konz­ert “Rock für Iden­tität” für recht­sex­trem­istis­chen Bands der Extrak­lasse (u.a. Sleip­nir) am 07. und 08. Mai in Südthürin­gen. Das Konz­ert ist gle­ichzeit­ig eine Pro­pa­gan­dav­er­anstal­tung mit den Red­nern David Köck­ert, Tom­my Frenck und Patrick Schröder — alle­samt führende NPD-Aktivis­ten (*).

01. bis 04.06.2016: Ein Jahr nach der Grün­dung der Bürg­er­wehr Ger­stun­gen. Die Ger­stunger Bürg­er­wehr hat wieder ein Woche in Hochform hin­ter sich. Ihr rechter Führer ganz im Stile sein­er Vor­bilder Kamm­ler und Gauland. Er lässt in ver­schiede­nen Medi­en Nichts unver­sucht, in Ger­stun­gen den braunen Geist zu leg­en und Hass zu schüren. Hier einige Auszüge ein­er erneuten, »glanzvollen« Bürg­er­wehr-Woche — allein aus ihrem Medi­um Face­book-Gruppe (Quelle: Face­book-Gruppe “Bürg­er­wehr Unter­suhl, Ger­stun­gen und Umge­bung”): Am 1. Juni wird die Verurteilung eines Sex­u­al­straftäters zum Anlass genom­men, eine gewisse Men­schen­gruppe pauschal als Gesin­del zu tit­ulieren und sym­bol­isch mit ein­er Pis­tole zu bedro­hen. Geistig Enthemmte gebrauchen dabei ihre üblich­es Fäkal-Vok­ab­u­lar. Am 3. Juni “feiern sie ab”, weil sich in Roten­burg Asyl­be­wer­ber pügel­ten. Zum Fremd­schä­men — wenn es denn alle Ger­stun­gener wären, die da Knüp­pel verteilen wollen. Eben­falls am 3. Juni stellen sie ihre ras­sis­tis­chen “Helden” aus dem säch­sis­chen Arns­dorf in den Fokus, die einen kranken, geistig ver­wirrten irakischen Flüchtling an einen Baum fes­sel­ten. Es gle­icht einem Aufruf, auch in Ger­stun­gen so zu han­deln. Und gle­ich nochmal am 3. Juni wird ein “Grab­sch­er” aus Bad Salzun­gen zum Anlass genom­men, alle in Deutsch­land Schutz­suchen­den pauschal als Nean­der­taler zu beschimpfen, frei nach Höck­es neu-rechter Rassen­the­o­rie. Was sie da von sich geben, ist nichts Anderes, als ein Gewal­taufruf — es ist Ras­sis­mus pur. Am 4. Juni nimmt der Bürg­er­wehr-Führer einen aufgek­lärten Brand in einem Flüchtling­sheim zum Anlass, um zu sug­gerieren, dass die ca. 1000 Angriffe auf Flüchtling­sheime im Jahr 2015 über­wiegend durch Flüchtlinge selb­st gelegt wur­den.

Anfang Juli 2016: (Quelle vor­liegen­der Screen­shot): Konz­ert mit Reg­n­er. Auf Wieschkes nichtöf­fentlich­er Face­book-Pin­nwand hin­ter­lies der Bürg­er­wehr-Chef (Ex-NPD-Kreisvor­sitzen­der) bere­its vor Wochen einen Post: “Patrick wegen Karten schreiben wir woan­ders, ich check mal ab wer alles mit will” (Screen­shot liegt vor). Er selb­st kündigte am 27. März 2016 bere­its seine Teil­nahme an dem Konz­ert mit dem ehe­ma­li­gen Landser-Sänger an. Michael Regen­er, der unter dem Pseu­do­nym „Lunikoff“ auftritt, ist ein­er der bekan­ntesten Inter­pre­ten der neon­azis­tis­chen Recht­srock-Szene. Regen­er war Sänger von “Landser”. Die Gruppe war fest in der mil­i­tan­ten Neon­azi-Szene ver­wurzelt und baute bewusst das Image ein­er Unter­grund­band auf, die ras­sis­tis­che und offen nation­al­sozial­is­tis­che Texte mit Stim­mungsmusik kop­pelte. Fol­gende Verurteilun­gen bezo­gen sich u.a. auf Volksver­het­zun­gen, dem Ver­bre­it­en von Pro­pa­gan­damit­teln ver­fas­sungswidriger Organ­i­sa­tio­nen, öffentlichem Auf­fordern zu Straftat­en, Bil­li­gung von Straftat­en.

ANie_WiesAnkündi­gung zum Recht­srock-Konz­ert

27.07.2016 (*): Ein Anführer der Ger­stunger Bürg­er­wehr (Ex-NPD-Kreisvor­sitzen­der) han­delt als Polizeiberichter­stat­ter. Er berichtet über eine mas­sive Aktion zur Ver­nich­tung von  Feuer­lösch­ern durch “unsere Fachkräfte” im Asyl­be­wer­ber­heim. Wie immer ste­hen Leser vor der Frage — seine Infor­ma­tio­nen abzukaufen, zu glauben oder zu can­celn. Oft genug schon wur­den von ihm Unwahrheit­en ein­fach mal in die Welt geset­zt! Let­ztlich han­delt es sich kurz nach der Tat erst­mal um Insid­er-Wis­sen der Ermit­tlungskräfte. Der Bürg­er­wehr-Anführer stellt in dem Zusam­men­hang weit­ere Vor­würfe gegen eine “Fachkraft” (Bürg­er­wehr-Sprachge­brauch) in den Raum. Er schafft es — wie so oft mit seinem ange­blichen oder tat­säch­lichen Insid­er-Infor­ma­tio­nen — eine Het­zkam­pagne von Mitliedern der Face­book-Gruppe dieser Bürg­er­wehr in Gang zu set­zen bzw. erneute Frem­den­feindlichkeit durch unbe­wiesene Fak­ten und unzuläs­sige Pauschalierun­gen in der Öffentlichkeit zu forcieren. WER sind seine ille­galen Quellen? Die Zukun­ft wird es zeigen.

27.07.2016 (*): Auf den zuvor genan­nten Sachver­halt hin hat ein Mit­glied der Ger­stunger Bürg­er­wehr ein Prob­lem mit “Kanken”. Wörtlich schreibt er: “… es wird immer schlim­mer mit den Kanken die müssen weg ab ins Flugzeug und abw­er­fen da kann mann nur kotzen ein­fach abknallen und weg mit den wix­ern … dieses Drecks­back …” (Schreibfehler über­nom­men). Sehen wir Volksver­het­zung — im Klar­text — einen Aufruf zum Massen­mord? Im Übri­gen — ganz bes­timmte Mit­glieder der Bürg­er­wehr treten immer wieder mas­siv mit ver­balen, väkalen, aus­gren­zen­den, ras­sis­tis­chen, dro­hen­den Attack­en und Aufrufen in Erschei­n­ung. So auch in diesem Fall der Herr PT (Kürzel erfun­den).

27.07.2016 (*): Ein Mit­glied der Ger­stunger Bürg­er­wehr fragt an, was heute im Net­to los war. Ein weit­eres Mit­glied antwortet: “Asy­lante wollte sich im Net­to anzün­den.” Darauf fordert Jemand auf, ein Spendenkon­to zu eröff­nen — er wäre mit 2 Liter dabei — worauf wiederum Jemand auf­fordert, im Net­to Bescheid zu geben: “… draußen ist genug Platz auch für mehr!” Wie nen­nt man das jet­zt — Aufruf zum Amok oder Aufruf zum Pogrom?

28.07.2016: Der Ger­stunger Bürg­er­wehr-Führer (EX-Chef des NPD-Kreisver­ban­des) verteilt in Ger­stun­gen Ein­trittskarten für ein Recht­srock-Konz­ert (*) der Band → “Lunikoff Ver­schwörung”.

12.09.2016: Am Kirmes­mon­tag im Festzelt — in aller Öffentlichkeit belei­digte der Bürg­er­wehr-Führer (Ex-NPD-Chef von Eise­nach) den Autor dieses Beitrags und eben­falls mit ihm anwe­sende befre­un­dete Fam­i­lien. Er ver­leumdet, bedro­ht gegen Leib und Leben, dass sich die Bret­ter des Zelt­fuss­bo­dens bogen — vor den Augend er Öffentlichkeit. Und — abends unter Face­book machte er gle­ich weit­er(*). Auf­fäl­lig — er ver­schleierte nicht mehr seine Absicht­en — er brachte sie wie eine Furie zum Aus­druck. Für diese Schmutzarbeit hat­te er auch Bürg­er­wehr-“Kam­er­aden” einges­pan­nt. Sie doku­men­tierten die “Zielper­so­n­en” mit ihren Kam­eras in offen­sichtlich­er und pro­vokan­ter Art. Ein­schüchterung PUR — nicht nur an diesem Abend gegenüber ander­s­denk­enden Ger­stun­genern. Die Zelt-Secu­ri­ty ließ sie gewähren. Der Ger­stun­gener Führer der Neu-Recht­en hat ein Prob­lem mit den Geg­n­ern von Intol­er­anz. Es sind z.B. das Gemein­der­atsmit­glied, der in der poli­tis­chen Mitte ste­ht. Es sind das SPD-Mit­glied, der dem Vere­in gegen Rechts vor­sitzt. Es sind der von Parteien völ­lig Unab­hängige, wie ich. Es ist der Pfar­rer, der über Men­schlichkeit und Werte spricht. Es sind Fre­unde und Andere … Es sind Weltof­fene. 

Es ger­at­en Alle in’s Visi­er, die nicht »mitziehen«.

13.09.2016: Ein Face­book-Fre­und vom Bürg­er­wehr-Führer (Ex-NPD-Kreisvor­sitzen­der) meldet sich per Face­book-Mes­sen­ger beim Autor dieses Beitrags. Es ist eine Reak­tion auf Face­book-Has­s­meldun­gen am Vor­abend des Bürg­er­wehr-Chefs (*). Motor­rad­klub »Stahlpakt« prangt auf seinem Face­book-Pro­fil. Der Klub, der sich auf sein­er Web­site von Recht­sex­trem­is­mus dis­tanziert, scheint der Neu-Rechte sehr wohl gesin­nt. Er sprach von Pla­nun­gen, die gegen den Autor dieses Artikels liefen. Nicht der erste Ver­such dieser unheim­lichen Art — er ist auch nur so ein Dro­hen­der. Dieser Red­ner (Fre­und des Bürg­er­wehr-Führers) ist ein­er dieser Sorte von Ras­sis­ten, die sich rel­a­tiv offen zur Reak­tivierung von Buchen­wald beken­nen (*). Er — das »Stahlpakt«-Mitglied — hat sein wahres Gesicht gezeigt. Es hat ehrlose, vul­gär-nation­al­is­tis­che, men­schen­feindliche Facetten.

01.11.2016 (*): Durch die Face­book-Gruppe der Bürg­er­wehr Ger­stun­gen erfol­gen regelmäßig neue Posts — wie schon von Beginn an. Auf­fäl­lig: Es sind fast aus­nahm­s­los nur Posts, in denen man irgend­wie — sei es nur durch Kleinigkeit­en — auf Aus­län­der als mögliche Täter ver­weisen kann. Am 01.11.2016 war es ein möglich­er Fahrrad­dieb mit dun­kler Haut­farbe. Am 24.10.2016 waren es mal wieder Gaunerze­ichen in Ober­suhl. Die Herkun­ft von Gaunerzinken hat die Face­book-Gruppe schon lange klargestellt. Kinder wur­den dazu geschult. Am 16.10.2016 wurde über gefährliche Kör­per­ver­let­zung aus Eschwege berichtet. Das Bürg­er­wehrpor­tal mausert sich zum über­re­gionalen Vorkämpfer für die deutsche Sache. Täter waren auch hier schon aus­gemacht — “dreck­i­gen Schweine” (Bürg­er­wehr-Sprachge­brauch), die immer mehr reinge­holt wer­den. “Merkel ihre bude müssten sie ab Fack­eln … noch nicht mal da lernt die blöde sau daraus.” Am 15.10.2016 — Sex­u­alde­lik­te auf dem Lul­lus­fest. Gab es die früher nicht? Aus der Haut­farbe wird wieder sofort auf die Täter geschlossen. Am 14.10.2016 hat­te man in Rien­au und Horschlitt Aus­län­der bzw. Bet­tler gesichtet. Am 26.09.2016 hat­te höch­st­per­sön­lich der Bürg­er­wehr-Führer (Ex-NPD-Chef von Eise­nach) — öffentlich­er Pro­tag­o­nist der Bürg­er­wehr Ger­stun­gen — wieder News über die “Fachkräfte”. Am 22.09.21016 hat­te er eben­falls zu bericht­en, über einen jun­gen Mann, der im Wohn­heim aus­rastet und einen Feuer­lösch­er leert. Enden wir hier mit dieser Aufrei­hung — eines »Spiegels der Krim­i­nal­ität«? Die Deutschen in der Wer­ra-Region scheinen aufat­men zu kön­nen — dank Bürg­er­wehr? Schein­bar gibt es keine anderen Krim­i­nalfälle und aus­ras­ten­den Jugendlichen.

Ras­sis­mus in Aktion — für Alles wer­den Nicht-Deutsche ver­ant­wortlich gemacht.

01.03.2017: Die Brand­s­tiftung vom 11.09.2015 in einem Ger­stunger Haus ist immer noch nicht aufgek­lärt. Ein frem­den­feindlich­er Hin­ter­grund ist weit­er­hin nicht aus­geräumt. Diese Web­site berichtete dazu im Artikel → “Land­kri­mi an der Wer­ra”. Dass es Brand­s­tiftung war, stellte der Richter in einem Ver­fahren am 27. Feb­ru­ar 2017 am Eise­nach­er Gericht fest. In dem Ver­fahren wurde im abschließen­den Urteil eine bis dahin verdächtige Per­son aus der Fam­i­lie der Hau­seigen­tümerin ein­deutig für unschuldig befun­den. Der Bürg­er­wehr Ger­stun­gen passte dieses Ergeb­nis nicht in ihre bish­erige, umfassende Vorverurteilung eines Verdächti­gen. Ein Bürg­er­wehr-Mit­glied stellte nach dem Gericht­surteil in der Bürg­er­wehr-Face­book-Gruppe wiederum ver­leumderisch fest: „Da hat ja der Brand­s­tifter Glück gehabt.“ Gle­ich auf dem Fuß schließt er daraus poli­tisch motivierend auf nötige alter­na­tive Parteien. Der recht­sex­treme Bürg­er­wehr-Führer (Ex-NPD-Kreisvor­sitzen­der) bläst dem Her­rn fol­gend in seinem Kom­men­tar in das gle­iche Horn. An gle­ich­er Stelle gibt es von einem Grup­pen­mit­glied eine öffentliche üble Nachrede an das Bünd­nis gegen Rechts aus dem Wer­ratal. Er äußerte, dass das — seines Eracht­ens nach — “zweifel­hafte Bünd­nis um diesen Kranken herum” (Bürg­er­wehr-Sprachge­brauch) ein erstk­las­siges Motiv haben würde, um zu zün­deln, “um den Geg­n­er zu dif­famieren” (*).

14.03.2017: In Berka/Werra find­et ein öffentlich­er Bürg­er­dia­log der recht­sex­tremen Partei AfD statt — mit Bürg­er­wehr-Engage­ment. Wahrer Diskurs und Dia­log wurde schon im Vor­feld durch die Ver­anstal­ter unter­bun­den. Fast alle dem Anschein nach kri­tis­chen Bürg­er (ca. 50 % der Teil­nehmer) wur­den des Saals ver­wiesen. Im Ergeb­nis ist zu sehen, dass die AfD als par­la­men­tarisch­er Arm der extremen Rechte Thürin­gens in Erschei­n­ung tritt. Die große Mehrheit der Men­schen in der Wer­ra-Region lehnt die Verkün­der alter und gefährlich­er Ideen des Nation­al­sozial­is­mus ab. Unter den AfD-Sym­pa­thisan­ten im Saal sind Mit­glieder der Bürg­er­wehr Ger­stun­gen, die in der Ver­gan­gen­heit frem­den­feindlich in Erschei­n­ung trat­en. Als »Secu­ri­ty« am Hauptein­gang zur Ver­anstal­tung fungiert der Ger­stunger Bürg­er­wehrführer (Ex-NPD-Chef des Wart­burgkreis­es), der recht­sex­treme Aktiv­itäten nach sein­er Eise­nach­er Zeit als NPD-Chef gele­gentlich abgestrit­ten hat­te. Sein Ein­satz glich ein­er Offen­barung des Bürg­er­wehrchefs vor aller Augen. U.a. sorgte er in sein­er Funk­tion der »AfD-Schutzstaffel« ganz per­sön­lich dafür, dass ein Ger­stunger Gemein­der­atsmit­glied und der Autor dieses Beitrags nicht ein­ge­lassen wur­den. Mit beglei­t­en­den per­sön­lichen, öffentlichen Belei­di­gun­gen versper­rte er den Ein­lass.

Wie sahen wieder live die Verbindun­gen zwis­chen der Bürg­er­wehr-Führung und dem Recht­sex­trem­is­mus. Die Bürg­er­wehr fungierte als deren Saalschutz.

05.04.2017: Anlässlich der Aktion »Sauberes Wer­ratal« der Gemeinde Ger­stun­gen zur Mül­laufräu­mung in öffentlichen Bere­ichen in der Ort­slage Ger­stun­gen und Unter­suhl stellt das Bürg­er­wehr-Mit­glied Chris­t­ian M. fest: “Ihr habt die Schmarotzer im Asy­lanten­heim vergessen zu entsor­gen!” (*) Einige Wochen später wird auch dieser Beitrag gelöscht.

Screen­shot des ras­sis­tisch motivierten Has­s­post

21./22.04.2017: Neue Has­s­botschaften in der Face­book-Gruppe der Ger­stunger Bürg­er­wehr gegen einen Fußbal­lvere­in aus der Region, der junge Flüchtlinge in der B-Jugend spie­len lässt. Der Fußbal­lvere­in gibt Jugendlichen die Chance der Inte­gra­tion und baut Brück­en für ein gegen­seit­iges Ken­nen­ler­nen. Der Bürg­er­wehr-Führer und Ex-NPD-Chef von Eise­nach ruft zu Gege­nak­tio­nen am Spielfel­drand auf. Weit­ere Bürg­er­wehr-Mit­glieder äußern ihre Botschaften und Aufrufe: “Über­all nur Ärg­er mit dem Gesin­del”, “Wollt ihr die Zähne per­sön­lich am Son­ntag auss­chla­gen …”, “Wir müssen langsam mal aufwachen und alle zusam­men­hal­ten …”, “… nur Spitzel unter­wegs hof­fentlich ver­reck­en sie jäm­mer­lich …”. (*) Unsere Bünd­nis berichtete darüber am 16.05.2017 im Beitrag → “Fußball in Schieflage”. Der Eise­nach­er NPD-Chef Patrick Wieschke gibt auf seinem Face­book-Pro­fil des Bürg­er­wehr-Führers Worte wieder und bläst mit in das gle­iche Horn: “Unglaublich! … Lest das und han­delt!”, ruft er seine Nazi-Kumpa­nen her­bei.

18.05.2017: Tausende Inter­essen­ten grif­f­en laut Web- und Face­book-Sta­tis­tik auf vor­ge­nan­nten Beitrag zu. Der »Shit­storm« der Ger­stunger Bürg­er­wehr-Face­book-Gruppe ließ nicht lange auf sich warten. (*) Fern des nor­malen Anstandes und ohne jegliche demokratis­che Etikette kam ihr Auftritt (wie so soft) gespickt mit per­sön­lichen Dro­hun­gen. Der Autor des Beitrags solle die Fresse hal­ten — mit 3 Aus­rufeze­ichen verse­hen. Weit­ere Belei­di­gun­gen und Ver­wün­schun­gen (Schwarz auf Weiß) der Mit­glieder der Ger­stunger Bürg­er­wehr äußern nur Hass. Ein­er meint: “So viel Scheiße in einem Text — das kön­nte auch von Merkel kom­men.” Ein gewiss­er Herr Caru­so Sch. möchte Wolle Ing begeg­nen. Seine Dro­hung unter der Bürg­er­wehr-Face­book-Gruppe wurde wenige Tage später gelöscht. Selb­st sein Pro­fil ist erst mal von der Bild­fläche ver­schwun­den. Fake-Pro­file sind in dieser Bürg­er­wehr-Gruppe unter Face­book ein gebräuch­lich­es Werkzeug, um ihre Geg­n­er anzu­greifen. Nichts Neues. Dort wurde so viel wieder gelöscht. Diese Strate­gie erin­nert an eine gewisse Nor­mal­ität bei Neu-Recht­en.

Erst die Funken sprühen und mit viel Wind ver­bre­it­en — und dann, wenn’s bren­nt, weglaufen. Das Schema von Bürg­er­wehren und ihren Neu-Recht­en Ver­bün­de­ten.”

31.05.2017: Auf der öffentlichen Face­book-Seite des “Bünd­nis gegen Rechts Wer­ratal” wird in einem Beitrag ver­merkt, dass sich in Thürin­gen zunehmend Recht­srock-Konz­erte konzen­tri­eren und diese ein Angriff auf die Men­schlichkeit und Tol­er­anz darstellen. Im Beitrag wird emp­fohlen, keine Finanzierungs­grund­la­gen für die Ver­anstal­ter zuzu­lassen sowie durch Poli­tik und Hil­f­sor­gan­i­sa­tio­nen eine offen­sive Aufk­lärung der Kom­munen zu betreiben. Ein Mit­glied der Bürg­er­wehr Ger­stun­gen nimmt dies zum Anlass, auf genan­ntem Post gegen die Recht­srock-Konz­erte einen belei­di­gen­den, ver­leumderischen und dro­hen­den öffentlichen Kom­men­tar gegen ein Mit­glied des “Bünd­nis gegen Rechts Wer­ratal” (Fake-Bild, Angriff gegen Leib und Leben) zu posten (*). Den gle­ichen Kom­men­tar set­zt der Absender der Face­book-Gruppe der Ger­stunger Bürg­er­wehr unter fast alle Beiträge des “Bünd­niss­es gegen Rechts Wer­ratal”, die seit dem 01.03.2017 gepostet wur­den. Am 07.06.2017 wer­den das Absender-Pro­fil der Kom­mentare und damit auch die Kom­mentare selb­st gelöscht.

06.06.2017: Das Bürg­er­wehr-seit­ig »geschützte Fußball-Spek­takel« zum Jugend­spiel zwis­chen Ein­tra­cht Eise­nach und Oberellen find­et seine Fort­set­zung. Der Bürg­er­wehr-Führer (Ex-NPD-Chef von Eise­nach) per­sön­lich berichtet vom Ort des Geschehens in Bild und Text in der Bürg­er­wehr-Face­book-Gruppe vom Polizeiaufge­bot und den seines Eracht­ens unnöti­gen polizeilichen Maß­nah­men. (*) Er ist noch vor der Polizei vor Ort und überge­ht die Tat­sache, dass die öffentliche Aufre­gung wie so oft sein­er mas­siv­en, ver­balen Het­ze und intol­er­an­ten, frem­den­feindlichen Bürg­er­wehr-Tätigkeit zu ver­danken ist. Wochen­lang hat­ten Mit­glieder sein­er Bürg­er­wehr mit frem­den­feindlichen Parolen »Wellen geschla­gen«.

Zum Fußball­spiel ein Nach­trag vom 09.06.2017: Unter dem Artikel → “Ein Jugend­spiel unter Polizeiauf­sicht” (TA, 09.06.2017, Mike El Anta­ki) berichtet die Thüringer All­ge­meine über das “Risikospiel” der B-Junioren, das fair, ohne böse Fauls und ohne Zwis­chen­fälle ver­lief. Bei­de Vere­ine hät­ten nach dem Spiel inten­siv miteinan­der gesprochen und kon­nten so einige Dinge aus­räu­men. Man tren­nte sich ohne beste­hende Dif­feren­zen. Trotz­dem herrschte nicht nur Friede. Ein­tra­chts Vere­insvor­sitzen­der Volk­er Schrad­er: “Auf dem Platz war alles okay, aber von draußen gab es lei­der ein paar blöde Sprüche.” Obwohl das Spiel sehr kurzfristig ange­set­zt wurde, waren unter den Zuschauern Mit­glieder der Bürg­er­wehr. Deren dumpfe Äußerun­gen sorgten für Kopf­schüt­teln. Auch bei Elte­tals engagiertem Jugendleit­er Dieter Schmiedl: “Für das Benehmen dieser Leute kann ich mich nur entschuldigen. Was die von sich geben, ist nicht die Mei­n­ung des FC Elte­tal”. Da war Sie wieder — die frem­den­feindliche Bürg­er­wehr aus Ger­stun­gen in Aktion! Ihr Schema wie immer: “Wellen schla­gen, Funken ent­fachen, Wind machen, Puschen bis zum Abwinken — wenn ein­er absäuft oder wenn’s bren­nt, ren­nen sie von dan­nen.”

07.06.2017: Bürg­er­wehren wollen das Recht in die eigene Hand nehmen. Vor allem die nach Deutsch­land gekomme­nen Flüchtlinge riefen sie auf den Plan zu Nation­al­is­mus, Men­schen­feindlichkeit, Intol­er­anz und zur Zer­störung des gesellschaftlichen Friedens. Nicht sel­ten beste­hen Kon­tak­te zu Neon­azis bzw. recht­sex­trem­istis­chen Organ­i­sa­tio­nen. Im Thüringer Land­tag informiert sich die Oppo­si­tion in Per­son des CDU-Abge­ord­neten Ray­mond Walk über Aktiv­itäten der Bürg­er­wehren im Freis­taat. Innen­min­is­ter Hol­ger Pop­pen­häger (SPD) stellt fest, dass es per­son­elle Verbindun­gen zu Recht­sex­tremen gibt. Die Bürg­er­wehren stell­ten das Gewalt­monopol des Staates infrage. Eine zen­trale Aus­sage lautet: “Nach den Erken­nt­nis­sen der Behör­den ist die in West­thürin­gen behei­matete ‘Bürg­er­wehr Unter­suhl, Ger­stun­gen und Umge­bung’ inzwis­chen aber nicht mehr aktiv.” Auf der Face­book-Gruppe der Ger­stunger Bürg­er­wehr »tobt der Mob« vor Freude — man gibt sich belustigt. Mit­glieder um den Bürg­er­wehr-Führer (Ex-NPD-Chef von Eise­nach) sehen sich »fein raus« und unbeobachtet. (*)

14.06.2017: Mit Stand Juni 2017 ist festzustellen, dass die Bürg­er­wehr Ger­stun­gen weit­er­hin aktiv ist. Das äußert sich in ihrem Han­deln und ihren Verbindun­gen zu recht­sex­trem­istis­chen Per­so­n­en und Organ­i­sa­tio­nen.

Der enge Kern aus der Face­book-Gruppe der Bürg­er­wehr um ihren Front­mann hat nicht nur Verbindun­gen und Kon­tak­te zur recht­sex­trem­istis­chen Szene — sie sind Bestandteil dieser.

Sie sind weit­er­hin Hort von Men­schen­feindlichkeit, Ras­sis­mus, Frem­den­feindlichkeit und neon­azis­tis­ch­er Ideen und dif­famieren ihre poli­tis­chen Geg­n­er mit allen Mit­teln bis zum heuti­gen Tag. Die kleine Anfrage des CDU-Land­tagsab­ge­ord­neten Ray­mond Walk über aktuelle Aktiv­itäten von Bürg­er­wehren in Thürin­gen beant­wortete der Innen­min­is­ter Hol­ger Pop­pen­häger (SPD) die Ger­stunger Bürg­er­wehr betr­e­f­fend völ­lig unzure­ichend. Dessen Diag­nose (Quelle: MDR Thürin­gen, 07.06.2017, → “Vier Bürg­er­wehren in Thürin­gen”), die Bürg­er­wehr Ger­stun­gen sei nicht mehr aktiv, ist ein­fach falsch. Mit­glieder der Bürg­er­wehr han­deln aktiv (siehe Beiträge zuvor) und sind mit nation­al­is­tis­chen Face­book-Grup­pen,  Recht­srock-Akteuren, Thügi­da-, NPD- und AfD-Funk­tionären, aber auch diversen gewalt­bere­it­en Grup­pen, wie »Nationalen Jugend Eise­nach« ver­net­zt. Namen und Grup­pen liegen uns vor. Mit­glieder genan­nter Grup­pierun­gen sind wiederum Mit­glieder der geschlosse­nen Face­book-Gruppe der Ger­stunger Bürg­er­wehr. Weit­ere Mit­glieder der Bürg­er­wehr Ger­stun­gen — ste­hen aktiv in diversen Kon­tak­ten mit der recht­sex­trem­istis­chen Szene bzw. sind fed­er­führend in der Bürg­er­wehr bis in die Gegen­wart bei der Ver­bre­itung Gewalt beto­nen­der, frem­den­feindlich­er Aus­sagen (*). Über einige Beispiele wird auch unter → Thürin­gen­Recht­saussen berichtet.

15.07.2017: Bürg­er­wehr Ger­stun­gen ein biss­chen rechts aktiv? Die Frage beant­wortet sich erneut von allein mit der Teil­nahme von Mit­gliedern der Bürg­er­wehr Ger­stun­gen und eines sein­er Frontleute beim größten Nazi-Konz­ert bzw. Nazi-Auftritt der Nachkriegszeit in The­mar. Hit­ler­gruß, Nazi-Rufe und -Sym­bole gehörten dort offen­sichtlich zum Stan­dard. Ger­stunger Bürgerwehr’ler tra­gen als Teil der Struk­turen und Unter­stützer solch­er Konz­erte dazu bei, dass Nazis zu ihrer Finanzierung Gewinne erwirtschaften. Am Tag des Gedenkens an Buchen­wald 80 Jahre nach der Eröff­nung des KZ ver­höh­nen auch Ger­stunger Beteiligte am Nazi-Konz­ert die Opfer der NS-Ver­brechen. Die Gesellschaft wird von Rechts ange­grif­f­en — die Bürg­er­wehr Ger­stun­gen war dabei.


(*) Quelle: Face­book (gesicherte Inhalte, Beweise, Screen­shots liegen an ver­schiede­nen Orten vor).


Fassen wir zusammen

Sie organ­isierten sich im Früh­jahr 2015, in einen Ort mit­ten in Deutsch­land, der wahrlich viel Pos­i­tives an Leben­squal­ität zu bieten hat, was ander­norts nicht selb­stver­ständlich ist. War es poli­tis­ch­er, recht­sex­trem­istis­ch­er und geplanter Vor­satz? Sie haben Spuren gelegt, denen Chro­nis­ten fol­gen.

Es sind Spuren ein­er poli­tis­chen Instru­men­tal­isierung für recht­es Gedankengut und völkische Ziele …

… sowie Spuren ihrer Net­zw­erke, ihrer Has­s­botschaften, ihrer ständi­gen Ver­leum­dun­gen Ander­s­denk­ender, ihrer recht­sradikalen Ent­men­schlichung und Gehirn­losigkeit, ihrer neu-recht­en, ver­balen Brand­schatzun­gen, die zwangsläu­fig zu Ter­ror anzetteln — gegen Jeden und Alles, was nicht mitzieht bzw. gegen sie ist oder sowieso auf ihrer Liste ste­ht, wie den Lei­d­tra­gen­den von Kriegen und Ter­ror.

Dabei haben wir hier nur die Spitze des Eis­berges erfasst.

Ein großer Teil dieser Bürg­er­wehr beste­ht von Beginn an aus Neon­azis aus ganz Deutsch­land. Viele »Mitläufer« schauen nur mal, was da abge­ht. Manch­er weiß gar nicht, dass er Mit­glied ist, weil er unge­fragt reinge­holt wurde. Fake-Pro­file, die genutzt wer­den, um poli­tis­che Geg­n­er anzu­greifen, run­den diese Gruppe ab. Eine Mit­gliederliste liegt uns vor. Zu den Mit­gliedern gehören u. a. Patrick David Wieschke, Karsten Höhn oder auch Neon­azis aus der »Nationalen Jugend Eise­nach«, mit denen die Bürg­er­wehr aktiv liiert ist. In der Mit­gliederliste geben von 2.557 Grup­penange­höri­gen 169 Mit­glieder(!) an, aus Ger­stun­gen zu sein (Stand 14.06.2017).

Im Zen­trum der Aktiv­itäten ste­ht der Front­mann der Gruppe, der ehe­ma­lige Chef der NPD des Wart­burgkreis­es, der seit Ende der 1990er Jahre zur Neon­azi-Szene gehört und weit­er­hin eng mit Patrick David Wieschke, dem heuti­gen NPD-Chef ver­bun­den ist. Um den Bürg­er­wehr-Führer schart sich eine aktive Kern­gruppe der Bürg­er­wehr, die wiederum in weit­eren diversen recht­sex­trem­istis­chen und ultra­na­tion­al­is­tis­chen Face­book-Grup­pen organ­isiert und aktiv sind. Die AfD-Land­tagsab­ge­ord­nete Corin­na Herold ist eben­falls in der Gruppe aktiv.

Die Bürg­er­wehr-Pro­tag­o­nis­ten denun­zieren und dif­famieren ihre poli­tis­chen Geg­n­er  mit allen Mit­teln und stellen AfD und NPD als legit­ime poli­tis­che Kraft dar. Sie schüren men­schen­feindliche und ras­sis­tis­che Stim­mung. Sie agieren ziel­gerichtet bis zum heuti­gen Tag, sind weit­er­hin organ­isiert in der Face­book-Gruppe der Bürg­er­wehr und erzeu­gen mit »realem Druck« in Ger­stun­gen und Wer­ra-Region ihre Hand­lungss­chau­plätze.

Mit wem oder was vere­in­bart sich ihr Wirken? Mit der Entwick­lung von Ger­stun­gen? Mit demokratis­chen Werten ein­er gerecht­en Welt? Mit Ethik und Moral aufrechter  Men­schen? Mit human­is­tis­chen Glaubenssätzen von Wür­den­trägern und Reli­gio­nen? Mit der Zukun­ft aller Kinder — egal welch­er Herkun­ft — ein­er Zukun­ft in ein­er Kul­tur des Teilens? Mit ein­er human­is­tis­chen, tol­er­an­ten Erziehung der Kinder und Jugendlichen in unser­er Region? NEIN — sie ste­hen dem Allen ent­ge­gen.

Das Wider­liche und Ver­ab­scheuungss­würdi­ge an diesem Wirken ist ihr erzieherisch­er Ein­fluss auf Jugendliche. Erziehen sie nur extrem­istis­ches Poten­zial oder entste­ht daraus auch Gewalt­bere­itschaft? Recht­sradikalis­mus und -ter­ror­is­mus wären die Fol­gen. Darüber müssen sich Ver­ant­wortliche, die das Treiben dulden oder ihnen Plat­tfor­men bieten, klar sein — auch in Kom­munen und Vere­inen.

Hinweise zur Chronik

Neben Face­book bilden weit­ere Net­zw­erke, Foren und diverse Kon­tak­te Plat­tfor­men des Wirkens genan­nter Bürg­er­wehr. Diese Chronik erfüllt keine Voll­ständigkeit der Darstel­lung über recht­sex­treme Erschei­n­un­gen in der Ger­stun­gener Bürg­er­wehr und sein­er Sym­pa­thisan­ten im Ort. Die Auflis­tung ist keine in sich geschlossene und Alles umfassende Studie. Trotz­dem unter­liegen die erwäh­n­ten Inhalte einem größten Bemühen um Objek­tiv­ität, Sach­lichkeit und Beweiskräftigkeit. Einige wenige Wer­tun­gen habe ich mir dabei erlaubt.

Viele beson­ders Gewalt fördernde Posts der Face­book-Gruppe der Bürg­er­wehr Ger­stun­gen wur­den durch diese Gruppe auch nach und nach gelöscht. Anlass bilde­ten gegebe­nen­falls Unter­suchun­gen von Thüringer Behör­den, als auch die zunehmende Beobach­tung dieser Bürg­er­wehr nicht nur durch bun­desweite Medi­en. Viele ihrer Posts und die in der Chronik genan­nten men­schen­feindlichen Auswüchse kon­nten aber doku­men­tiert wer­den.


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