Wer will schon Kriege

GASTBEITRAG

Nach­denkenswertes über

Mil­i­taris­mus und Nazis

Darüber, warum das eine das andere braucht und

wem Feind­bilder dienen.

Liebe Fre­unde, ich möchte zum Nach­denken anre­gen -
darüber, wieso Jemand schon tief im Salat des Mil­i­taris­mus mit­ten drin steckt und es noch nicht ein­mal merkt.

Eine Behaup­tung eines Thüringer Bessergestell­ten provoziert kür­zlich den Schluss, dass ich mich seit 1990 im Win­ter­schlaf befände, wenn ich poten­tielle Kriegs­feinde überse­hen würde. Steckt dieser Men­sch schon so tief im Salat des auf­streben­den Mil­i­taris­mus?

Ich erin­nere mich an Fol­gen­des in meinen Träu­men:”

Die Mil­itär­dok­trin der NATO vor 1990 war wohl eher eine Dok­trin der Abschreck­ung und des mil­itärischen Gle­ichgewichts auf höchst gefährlichem Niveau. Dem schloss sich eine rel­a­tive Phase der Entspan­nung an, nach der die NATO allerd­ings wieder Step by Step eine Oster­weiterung voran trieb. Wer hat hier wen glob­al in den Schwitzkas­ten genom­men?

Im Jahr 2014 beschloss die NATO in Wales, im Osten Trup­pen­stan­dorte zu ver­stärken, eine schnelle und schlagkräftige Speer­spitze der schnellen Ein­greiftruppe (Nato Response Force) aufzubauen und den soge­nan­nten »Rea­dy­ness Action Plan« (Plan für höhere Bere­itschaft).

Die NATO reagiert? Nein — sie agiert seit Jahren höchst gefährlich gegen Rus­s­land und seine vorge­bliche Land­nahme in der Ukraine. Schon ein­geleit­ete Akte der Abschreck­ung kom­men zum NATO-Gipfel im Juli 2016 in Warschau erst gar nicht mehr zur Sprache, wie die fer­tige US-Raketen­ba­sis in Rumänien und der geplante Bau ein­er weit­eren in Polen nahe der rus­sis­chen Gren­ze. Begrün­dung der NATO: Die Basen dien­ten vorge­blich als Raketen­ab­wehrschild gegen iranis­che (!) Raketen.

Das NATO-Bünd­nis — oder bess­er beschrieben als NATO-“Chaos-Angriffsbündnis” — hat unter autoritär­er Führung und Hege­monie der USA seinen reinen Vertei­di­gungscharak­ter schon lange ver­loren.

Natür­lich — eine »Vorn­ev­ertei­di­gung« (auch For­ward Strat­e­gy, Vorgeschobene Vertei­di­gung) war das strate­gis­che Pro­jekt schon in Zeit­en des kalten Krieges.

Wir sind aber zurück in der Zukun­ft.

Das Vorge­hen ein­er mon­strösen »nach-Vorne-Vertei­di­gung« betreibt der NATO-Gen­er­alsekretär Stoltenberg (ein Sozialdemokrat?) von Beginn an. Unter sein­er Führung begann u. a. das Bestreben, im Falle eines Cyberan­griffs einen Bünd­nis­fall auszulösen. Man bedenke — wie schnell ist ein Cyberan­griff Jemand in die Schuhe geschoben, ohne dass man wirk­lich die Quelle ken­nt. Die neueste Über­legung erfol­gt darüber, ob ein Krieg zwis­chen den USA und Nord­ko­rea auch ein Bünd­nis­fall wäre. Krieg allerorten in der Pla­nung. Stoltenberg verkauft das Spiel als “Vertei­di­gungs­pla­nung”. Es ist Mil­i­taris­mus in Ent­fal­tung und das Spiel des Finanzkap­i­tals.

Eine Analyse über “Die insze­nierte Bedro­hung” von Dr. Peter Beck­er (Recht­san­walt und Co-Präsi­dent der IALANA — Inter­na­tion­al Asso­ci­a­tion of Lawyers Against Nuclear Arms) über den NATO-Gipfel möchte ich an dieser Stelle empfehlen. Es ist eine Darstel­lung der Geschichte der Rus­s­land-Einkreisung. Es ist ein Report ein­er insze­nierten Bedro­hung und auch der Rolle Polens.

Fakt ist: Nach dem 2+4-Vertrag sollte von deutschem Boden nur noch Frieden aus­ge­hen. Nach­dem im Jahr 1990 Gor­batschow ein­er Deutschen Ein­heit seinen Segen gab, geschah das unter der Bedin­gung, dass sich die NATO nicht nach Osten aus­dehne. Aus­ländis­che Stre­itkräfte und Atom­waf­fen soll­ten im Beitritts­ge­bi­et wed­er sta­tion­iert noch dor­thin ver­legt wer­den.

Deutsche Regierung & NATO machen den Zün­der scharf … den Zün­der zur atom­aren Ver­nich­tung nicht nur Deutsch­lands! Neuer Mil­i­taris­mus organ­isiert diesen Lauf. Die Bombe in unseren eige­nen Kellern! Der­weil rollen weit­ere deutsche Panz­er fern der Heimat an der rus­sis­chen Gren­ze, um eine Prov­inz zu vertei­di­gen, die es nicht zu vertei­di­gen gibt!

Sie nen­nen es “Abschreck­ung”. Da kann ich auch den Ast absä­gen, auf dem ich ger­ade sitze UND den Baum schreck­lich anbrüllen. Der Effekt wäre der Gle­iche.

Jedem(!), dem daran liegt, dass er, seine Kinder und Kinde­skinder in Zukun­ft nicht in völ­liger Destruk­tion aufwachen, sollte klar wer­den, welche Gefahren die völ­lig untauglichen deutschen und NATO-Dro­hge­bär­den erzeu­gen. Es ist 5 vor 12, denn die Befehle sind schon geschrieben! Zig Mrd. deutsch­er Ergänzung­shaushalt (bei Ver­dopplung bzw. Auf­s­tock­ung auf 2% des Brut­toin­land­spro­duk­ts für Vertei­di­gung) für akute Mil­i­tarisierung — damit macht Deutsch­land fast im Allein­gang die NATO fett.

Ver­rat am Frieden — den betreiben seit Jahren Regierungsvertreter hierzu­lande. Warum mis­sachtet dieses Land gröblichst per­ma­nent die Befind­lichkeit­en ein­er großen Nation (Rus­s­land) mit so vie­len her­vor­ra­gen­den Men­schen?

Wer sind die eigentlichen Pro­voka­teure?
Kön­nten es nicht nur die eigentlichen Prof­i­teure von Kriegen sein?
Nur — Mil­i­taris­mus , was ist das?
Meint man, das gibt es nicht mehr?

Kalter Kaf­fee von gestern? Heute ist Alles anders?

Aktuell erleben wir eine wach­sende Rolle der »Inneren Führung« und der psy­chol­o­gis­chen Kriegs­führung zu Frieden­szeit­en. Das dient der Unter­mauerung und Begrün­dung ein­er zunehmenden Mil­i­tarisierung und let­ztlich auch der ganzen Zivilge­sellschaft. Den Aus­druck bzw. die Indizien eines aktuell erstark­enden Mil­i­taris­mus erleben wir beim genauen Hin­schauen täglich.

Es sind zwölf Funk­tio­nen der psy­chol­o­gis­chen Kriegsvor­bere­itung und des auf­streben­den Mil­i­taris­mus:

  1. FEINDBILD aufbauen/festigen zur Erzeu­gung von Rück­halt in der Bevölkerung.
  2. MOTIVATION fes­ti­gen der Ange­höri­gen der Armee im Inneren.
  3. IRREFÜHRUNG möglich­er Geg­n­er, seines Mil­itärs, der Zivil­bevölkerung.
  4. IRRE NEU-RECHTE legit­imieren. Wieder Hand in Hand mit dem Mil­i­taris­mus?
  5. RECHTFERTIGUNG vor der Welt für eigene Absicht­en und Kriegs­führung.
  6. VERSCHLEIERUNG eigen­er Ver­brechen der Ver­ant­wortlichen & Kriegs­mach­er.
  7. STÄRKUNG aller Kräfte des Mil­i­taris­mus, inkl. nation­al­is­tis­ch­er Unter­stützer.
  8. MACHTHEBEL der Beteiligten des Mil­itärisch-Indus­triellen Kom­plex­es.
  9. BESCHLEUNIGUNG mil­itärisch-tech­nis­ch­er Aufrüs­tung (Tech­nik & Bewaffnung).
  10. BEGRÜNDUNG per­son­eller Aufrüs­tung (»Kriegssol­dat­en«, Reak­tivierun­gen).
  11. MILITARISIERUNG der Zivilge­sellschaft fördern (auch des Zivilschutz).
  12. SICHERSTELLUNG der par­la­men­tarischen Lob­by (Sicherung Ressourcen).

Das sind zwölf Geis­ter, die ihn — den Krieg — riefen. Wer sich in diesem Zus­tand bewegt und organ­isiert han­delt, wie die NATO, der hat die Gestel­lungs­be­fehle schon geschrieben. Es geschieht nur Wesentlich­es unter streng­ster Geheimhal­tung. Das ist eine tiefe his­torische Erfahrung und strate­gis­che Herange­hensweise von Krieg vor­bere­i­t­en­den Akteuren (siehe auch Scha­poschnikow, Das Hirn der Armee).

Na bitte — dann sollte doch was mit Krieg mach­bar sein — neuer Max­i­mal­prof­it kön­nte winken. Ja — kön­nte, wenn sie denn nicht auch selb­st dem Unter­gang gewei­ht wären. Deutsch­land mit Atom­waf­fen mit­ten auf dem Präsen­tierteller. Hat der Sou­verän die Vorhaben der Kriegsprof­i­teure im Blick?

Wer braucht Kriege und totale Kon­trolle? Genug Stoff für eine Ent­larvung der Triebkräfte des Mil­itärisch-Indus­triellen Kom­plex­es. Nur, wer will das dann noch lesen, wenn Raketen fliegen und Gestel­lungs­be­fehle erge­hen?

Wer Frieden will, braucht drin­gend Demokratie in Bewe­gung!

Ihr seht, Kriegsvor­bere­itun­gen wer­den aktiv betrieben und die Deutschen sitzen in Mit­teleu­ropa ungerührt mit ihren Atom­waf­fen­bunkern auf dem Präsen­tierteller. Dafür benötigt es 17jährige Krieger, dafür benötigt es der Annex­ion des Geistes, dafür benötigt es ein­er juris­tis­chen Legit­imierung von Kriegen, dafür sind neue das Kap­i­tal fördernde sowie hass-treibende G20- und NATO-Gipfel da. Ein Kriegs­be­ginn wäre aber sofort ein Zurück­bomben in das Mit­te­lal­ter — der 2. Weltkrieg wäre nur ein harm­los­es Sand­kas­ten­spiel dage­gen.

Und wenn fried­liebende Men­schen diesem Irrsinn ent­ge­gen­treten — JA — genau dann bedarf es neuer Feind­bilder — dann sind immer noch die Nazis da.

Genau dafür wer­den die nation­al­sozial­is­tis­che Meute der »Peg­N­PAFD«, ihre Pro­tag­o­nis­ten à la »Hoekkels« inklu­sive ihrer Lakaien in den Sturm­staffeln (Bürg­er­wehren) benötigt und in Hin­ter­hand gehal­ten, um alles mit nation­al­is­tis­chen, ras­sis­tis­chen, chau­vin­is­tis­chen und per­vertierten Raum- und Rassen­the­o­rien dem Volk plau­si­bel zu machen — um wahre Inter­essen der Prof­i­teure und Gefahren zu ver­schleiern.

Mil­i­taris­mus, Nazis und Anti­demokrat­en — die gin­gen noch immer Hand in Hand.

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